Antibiotikaverkäufe in der Schweiz weiter rückläufig

Medikamentenschrank
Medikamentenschrank; Foto: SUS

Auch im Jahr 2016 ist die Menge der in der Veterinärmedizin verkauften Antibiotika in der Schweiz weiter gesunken.

Wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mitteilt, sanken die Verkäufe insgesamt um 9 Prozent gegenüber 2015 auf noch 38.300 Kilogramm. Betrachtet man den Zeitraum seit 2008, so ergibt sich ein Rückgang um 45 Prozent.

Erfreut zeigte man sich in der Schweiz darüber, dass erstmals auch der Verkauf der für die Humanmedizin als kritisch eingeschätzten Wirkstoffe im vergangenen Jahr deutlich sank, nachdem die Vertriebsmengen in den Vorjahren eine schwankende Entwicklung zeigten. Die Menge dieser Antibiotika sank im Jahr 2016 um 23 bis

Minus 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das BLV weist daraufhin, dass die stete Abnahme der Gesamtverkaufsmenge auf eine Bewusstseinsänderung bei den Tierärzten und den Tierhaltern hindeute. Auch geht man davon aus, dass die eingeleiteten Maßnahmen wie das Verbot der Abgabe von kritischen Wirkstoffen auf Vorrat oder von Antibiotika für den prophylaktischen Einsatz Wirkung zeigen. Allerdings lassen die reinen Verkaufszahlen keinen Schluss über den sachgerechten Einsatz der Antibiotika in der Veterinärmedizin zu. Hier erhofft man sich präzisere Angaben, wenn die für das Jahr 2019 geplante Datenbank in Betrieb genommen wird.

Quelle: BLV

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