F: Schweinehalter profitieren nicht von steigenden Verbraucherpreisen

Fleischtheke
Fleischtheke (Foto: Heil)

In Frankreich sind nach zwei Jahren des Anstiegs die Erzeugerpreise für Agrarrohstoffe 2014 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Das ist dem vierten Bericht der nationalen Beobachtungsstelle für Preisbildung zu entnehmen, der vergangene Woche vorgestellt wurde. Im Bereich Schweinefleisch wird im Vergleich zum Jahr 2013 ein Minus von 8 % ausgewiesen, wobei der Einzelhandelspreis für Fleisch um knapp 1 % stieg. Als konkretes Beispiel, dass der Verbraucher mehr zu zahlen hatte, der Erzeuger aber weniger erhielt, wird Kochschinken angeführt: Der Verbraucherpreis dafür kletterte bezogen auf ein Kilogramm von 10,93 € auf 11,05 €, während der Erzeugerpreis von 3,70 € auf 3,46 € sank.
Landwirtschaftsminister Le Foll appellierte an die Landwirte, sich besser zu organisieren und ihre Strukturen zu bündeln. Der Ressortchef verwies auf die Gründung einer wirtschaftlichen und ökologischen Interessenvereinigung (GIEE). Diese Möglichkeit hat das Pariser Agrarressort mit dem Landwirtschaftlichen Zukunftsgesetz eingeführt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken. Zugleich zeigte sich der Minister aber hinsichtlich zu großer Strukturen kritisch; so sprach er sich dagegen aus, Betriebe mit mehr als 1.000 Kühen zu fördern.

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