Initiative Tierwohl: ZDS appelliert an Handel und Systemgastronomie

Tierwohl
Der Handel sollte mehr Geld zur Verfügung stellen, meint der ZDS. Foto: Heil

Während bislang große Unsicherheit darüber bestand, in welchem Maße sich die Schweinehalter für die Tierwohl-Initiative des LEH interessieren, gibt es seit Ablauf der Anmeldefrist Ende April Klarheit: Die Anmeldungen übertreffen um etwa das Doppelte die mögliche Anzahl teilnehmender Tiere. Begrenzender Faktor sind die vom LEH bereitgestellten Mittel  zur Finanzierung der Mehrkosten, mit denen die Tierwohlmaßnahmen in den Betrieben verbunden sind. 2.142 Betriebe haben eine Zulassung zur Auditierung erhalten und 2.511 Betriebe eine vorläufige Absage. Ein Nachrücken ist nur möglich, wenn Betriebe das Erstaudit nicht bestehen, oder wenn mehr Geld zur Verfügung gestellt wird.
 
Das große Interesse der Landwirte ist eine eindrucksvolle Bestätigung für die Bereitschaft der Schweinehalter, die Wünsche des Marktes bzw. der Verbraucher zu bedienen, wenn eine angemessene Bezahlung gewährleistet ist.
 
Angesichts dieses beeindruckenden Bekenntnisses appelliert der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V. (ZDS) dringend an alle Marktpartner, dem Beispiel der führenden Unternehmen des LEH zu folgen und sich an der Finanzierung der „Initiative für mehr Tierwohl“ zu beteiligen. Dieser Appell richtet sich sowohl an die noch verbleibenden Unternehmen des LEH als auch an die Fleischverarbeitende Industrie und an die Metzger sowie an die Systemgastronomie und an sonstige Großverbraucher von Fleisch- und Fleischwaren.
 
Nach Auffassung des ZDS bietet die „Initiative für mehr Tierwohl“ die einzigartige Chance, auf breiter Basis geforderte Verbesserung des Tierwohls in den Ställen zu erreichen. Jetzt gilt es für die Handelspartner, sich den Vorreitern im LEH anzuschließen und auf Lippenbekenntnisse Taten folgen zu lassen.

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