Projekt zur Züchtung APP-resistenter Schweine

Schweine
Der Erreger APP ist eine häufige Ursache für Atemwegsprobleme bei Schweinen.

Für eine spezielle Form der Lungenentzündung bei Schweinen suchen Forscher des Fördervereins Bioökonomieforschung (FBF) im Projekt „PleuroRes“ eine Möglichkeit zur Vorbeugung. Wie die FBF vergangene Woche mitteilte, sollen dazu Genmarker identifiziert werden, mit deren Hilfe resistente Schweine gezielt selektiert werden können. Konkret gehe es dabei um die durch Actinobacillus pleuropneumoniae (APP) hervorgerufene Pleuropneumonie, die in der Schweinehaltung weltweit eine häufige Ursache für Atemwegsprobleme darstelle. Der zur Bekämpfung dieses Problems eingeschlagene Weg der züchterischen Nutzung von Resistenzen in der Schweinezucht ist dem Förderverein zufolge aber eine komplexe Herausforderung. Bereits seit 2005 werde die Grundlagenforschung in diesem Erkrankungsbereich von der FBF unterstützt; auf den entsprechenden Resultaten baue nun das Projekt PleuroRes auf. Langfristig könnten die Projektergebnisse über die Zuchtprogramme der beteiligten Organisationen flächendeckend in die Schweinepopulation verbreitet und im Falle einer zuverlässigen Selektion resistenter Tiere deren Gesundheit deutlich gesteigert sowie der Einsatz von Arzneimitteln reduziert werden. Das im März angelaufene Projekt wird über drei Jahre durch das Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert. Insgesamt 25 % der Projektkosten tragen die im Förderverein gebündelten Organisationen der Schweinezucht und -besamung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Projektkoordinator ist Prof. Gerald Reiner von der Universität Gießen. Als weitere wissenschaftliche Partner angeschlossen sind die Tierärztliche Hochschule Hannover (THH) und die Technische Universität München (TUM).  (AgE)

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