Russland: Marktöffnung für EU-Produkte weiter verzögert?

Exportschiff
EU-Fleischexporte nach Russland sollen auch nach Aufhebung des Embargos schwierig bleiben.

Die russische Regierung sendet weiter widersprüchliche Signale, inwieweit sie bereit ist, ihr Verbot für Lebensmittelimporte aus europäischen Ländern abzumildern. Gegenüber der Moskauer Tageszeitung „Izvestija“ brachte der Sprecher von Staatspräsident Wladimir Putin vergangene Woche Importerleichterungen im Gegenzug für ausländische Investitionen in die russische Ernährungswirtschaft ins Spiel, beispielsweise zur Gründung von Gemeinschaftsunternehmen mit europäischen Partnern. Moskau sei zu Verhandlungen über derartige Modelle bereit, stellte der Sprecher fest.
 
Demgegenüber zerschlug Sergej Dankwert, der Leiter des russischen Föderalen Aufsichtsdiensts für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor), Hoffnungen auf eine schnelle Marktöffnung. Selbst nach einer Aufhebung des Embargos bestehe für höchstens 20 % bis 30 % der europäischen Unternehmen, die in der Vergangenheit nach Russland geliefert hätten, die Chance, den Handel rasch wieder aufzunehmen. Der Rest müsse sich auf längere Wartezeiten einstellen. Die russischen Behörden würden nämlich erneut prüfen, was sich in diesen Unternehmen inzwischen verändert habe. Insbesondere die Veterinärkontrollen bedürften einer längeren Zeit.

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