Tierärzte ohne Grenzen

Tropenveterinärmedizin verlässt die Nische

Dr. Abdul Rehman

Der Klimawandel und die Globalisierung sind dafür verantwortlich, dass Tropenkrankheiten nicht in den Tropen bleiben. Das ist einer der Gründe, warum bei der Tagung der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft in Berlin ein ganzer Vortragsblock diesem Thema gewidmet wurde.

Zum Beispiel berichtete Dr. Abdul Rehman (Foto) aus Pakistan von der Ausbreitung von Krankheitskeimen durch Zecken in seiner Heimat. Im speziellen Fall ging es um die Babesiose (Blutharnen), die auch in umschriebenen Regionen in Niedersachsen vorkommt und dazu führt, dass in einem bestimmten Gebiet keine Rinder mehr weiden können, weil sie sich mit Babesien anstecken.
 
Dr. Peter Venjakob berichtete von einer Mutterkuhherde aus seinem Praxisgebiet in Brandenburg, die massiv mit Spulwürmern (Toxocara vitulorum) befallen waren. Die Herkunft der Spaghetti ähnlichen Spulwürmern ist noch ungeklärt. In den Tropen gelten sie als „Kälberkiller“. Die  gut konditionierte Mutterkuhherde zeigte keine klinischen Symptome.

Der Vorsitzende von Tierärzte ohne Grenzen erklärt die Wichtigkeit  der Tropenverterinärmedizin für Nutztierpraktiker in Deutschland.

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