Industrie

Bayer verkauft Tiergesundsheits-Sparte

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Foto: Bayer

Der Bayer-Konzern strafft sein Portfolio. Außerdem soll die Effizienz gestärkt werden. Das Tiergesundheits-Geschäft (Animal Health) soll schon 2019 verkauft werden.

Der Bayer-Konzern will sich auf seine Life-Science-Kerngeschäfte konzentrieren. Dazu gehören die drei Segmente Pharmaceuticals, Consumer Health und Crop Science. Das Tiergesundheits-Geschäft (Animal Health) soll dagegen 2019 verkauft werden.

Die Geschäftseinheit Animal Health zählt zu den international führenden, innovativen Unternehmen im Bereich Tiergesundheit. Bayer entwickelt und vertreibt Produkte und Lösungen zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen bei Haus- und Nutztieren in mehr als 120 Ländern:

  • Im Nutztiergeschäft fokussierte sich Bayer zuletzt auf Parasitizide und Antiinfektiva zur Behandlung von Infektionskrankheiten. Erst im Januar 2017 stärkte sich die Antiparasitika-Sparte mit der Akquisition des Cydectin-Portfolios in den USA und durch die Erweiterung des Produktangebots um Endektoparasitika.
  • Im Haustierbereich hat Animal Health eine starke Position im Parasitizidgeschäft (u.a. Halsbands Seresto und Advantage-Produktfamilie).
Bereits seit 1919 erforscht, entwickelt und produziert Bayer innovative Wirkstoffe und Produkte für Nutz- und Haustiere. Für den Bereich Tiergesundheit arbeiten in Monheim (D) über 300 Mitarbeiter in Forschung, Entwicklung und Verwaltung.

Tiermedizin nicht mehr so lukrativ

Das Geschäft mit Tiermedizin ist im Vergleich zu den drei Divisionen klein, hat aber Bayer stets gute Ergebnisbeiträge liefert. In Branchenkreisen wurde schon länger spekuliert, dass Bayer die Trennung von der Sparte Tiermedizin prüfe. Allerdings hat Bayer-Chef Werner Baumann noch vor drei Wochen Mutmaßungen über einen Verkauf des kleinsten und schwächsten Konzernsegments Animal Health eine Absage erteilt (logischer Schritt in der Bayer-Strategie). Der Konzern hatte seine Prognose für das Tiergesundheitsgeschäft als "zunehmend ambitioniert" bezeichnet.

Monheim
In Monheim befindet sich die Zentrale von Bayer Animal Health.

Im Geschäftsbericht 2017 hatte die Bayer AG für das Segment Animal Health eine währungs- und portfoliobereinigte Umsatzsteigerung im unteren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Beim EBITDA vor Sondereinflüssen rechnet der Konzern mit einem Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich, währungsbereinigt auf Vorjahresniveau. Die Prognose wurde zuletzt am 5. September bestätigt. Den Umsatz im Tiergesundheitsgeschäft (Animal Health) beziffern Marktanalysten auf rund 360 Mio. €.

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