Forschung

Mehr Tierschutzforschung am FLI

schlafende Ferkel
Foto: Zaspel

Tierschutzgerechte Haltung und das Verhalten von Schweinen sowie Transport und Betäubung landwirtschaftlicher Nutztiere werden durch Bereitstellung weiterer Mittel aus dem Bundeshaushalt am Friedrich-Löffler-Institut erforscht, weiterentwickelt und erprobt.

Am Institut für Tierschutz und Tierhaltung des Friedrich-Loeffler-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), in Celle werden zwei neue Arbeitsgruppen eingerichtet.

Die Forschungen zur Schweinehaltung beinhalten Untersuchungen von Möglichkeiten zum Verzicht auf nicht-kurative Eingriffe (Schwanzkupieren, betäubungslose Kastration), zu Vorbeugung und Früherkennung von Schwanzbeißen sowie zu Haltungsanforderungen für die Jungebermast. Tiergerechte Haltungsverfahren, z.B. Alternativen zur Kastenstandhaltung von Sauen sowie Möglichkeiten der Strukturierung der Haltungsumwelt sollen erprobt und weiterentwickelt werden. Auch die Weiterentwicklung von Tierschutz-Indikatoren sowie Untersuchungen zu Lösungen von Zielkonflikten zwischen Tier- und Umweltschutz stehen auf dem Programm. 

Im zweiten Themenbereich stehen die Weiterentwicklung tierschutzgerechter Betäubungsverfahren, z.B. Alternativen zur CO2-Betäubung bei der Schlachtung, wie auch Möglichkeiten der Schmerzausschaltung bei nicht-kurativen Eingriffen im Mittelpunkt. Die Entwicklung geeigneter Tötungsverfahren im Seuchenfall, Untersuchungen zur Vermeidung des Schlachtens trächtiger Tiere, Ansätze zur Verbesserung der Transportbedingungen und die Weiterentwicklung von Tierschutz-Indikatoren bei Transport und Schlachtung stehen ebenfalls auf der Agenda.

„Die Bundesregierung setzt damit ein klares Zeichen für die Bedeutung der Tierschutzforschung am FLI“, sagte der Präsident des FLI, Prof. Thomas C. Mettenleiter. 

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