Leben

Burn-out verhindern

Burn out

Das Thema Work-Life-Balance ist auch in der Veterinärmedizin angekommen. So finden sich die am stärksten gestressten Studierenden in diesem Studiengang. In einem Ganztageskurs auf der DVG-Tagung in Berlin widmeten sich die Wissenschaftler Dr. Marc Dilly und Prof. Jan Ehlers dem Thema.

Dabei ging es darum, was ein Burn-out eigentlich ist und woran man ihn erkennt. Viele Stressoren wie ständige Erreichbarkeit, volle Wartezimmer, keinen  Feierabend kennen viele Tierärzte.  Dazu kommt vor allem in der Nutztiermedizin der „moralische Stress“, wenn man mit den Haltungsbedingungen auf den Betrieben nicht einverstanden ist, aber vermeintlich nichts tun kann. Auch die zunehmende Kritik der Verbraucher an der sogenannten Massentierhaltung spielt dabei eine Rolle.
 
All diese Stressfaktoren können dazu führen, dass Tierärzte keinen Spaß mehr
an der Arbeit haben und Symptome von Depression und Burn-out zeigen.
Dazu gehören: Antriebslosigkeit, Grübeln, Schlaflosigkeit und mangelnde Konzentrationsfähigkeit. Betroffene versuchen, mit Alkohol oder Medikamenten, den hohen Anforderungen zu begegnen bzw. sich zu entspannen. Wenn psychosomatische Symptome auftreten, sollte man sich Hilfe holen.
 
In der folgenden Checkliste sind die wichtigsten Tipps zusammengefasst, die helfen,
langfristig psychisch gesund zu bleiben. 

  • Arbeit  besser strukturieren
  • Zeitmanagement überprüfen
  • Soziale Kontakte außerhalb des Jobs pflegen (Familie, Freunde)
  • Vereinsleben, ehrenamtliches Engagement
  • Jemanden zum Reden haben!
  • Achtsamer werden und mitkriegen, wo Lebensenergie verloren geht.
  • Dreimal in der Woche Ausdauersport.
  • 30 Minuten Zeit für sich selbst pro Tag.
  • Verabredungen mit sich selbst. 
  •  Mindestens sieben Stunden schlafen

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