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Das neue Mutterschutzgesetz

Mutterfreuden
Ziel ist der verbesserte Schutz der Gesundheit der Frau und des Kindes während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und während der Stillzeit. Foto: Salih Ucar, pixelio.de

Am 1. Januar 2018 sind Neuregelungen im Mutterschutzgesetz in Kraft getreten. Unter anderem müssen Arbeitgeber jetzt eine Gefährdungsbeurteilung für Schwangere und Stillende vornehmen, auch wenn noch keine Mitarbeiterin schwanger ist.

Bereits seit Mai 2017 gilt ein erweiterter Kündigungsschutz bei Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche auf vier Monate nach der Fehlgeburt. Auch wurde die Mutterschutzfrist bei Geburt eines behinderten Kindes auf zwölf Wochen nach der Geburt verlängert.

Seit 1. Januar 2018 wurde zudem

  • der geschützte Personenkreis auf Frauen in betrieblicher Berufsausbildung, Praktikantinnen, Schülerinnen und Studentinnen erweitert.
  • die Nachtarbeit zwischen 20 Uhr und 22 Uhr nur nach ausdrücklicher Bereiterklärung durch die Schwangere und Genehmigung durch die zuständige Aufsichtsbehörde ermöglicht. Grundsätzlich gilt weiterhin, dass schwangere und stillende Frauen auch weiterhin nicht zwischen 20 und 6 Uhr beschäftigt werden dürfen.
  • die Beschäftigung einer schwangeren oder stillenden Frau in Teilzeit auf die in dem vertraglich vereinbarten wöchentlichen Arbeitsumfang limitiert. 
  • die Verpflichtung zur Freistellung zum Stillen auf die ersten zwölf Monate nach der Entbindung beschränkt. 
  • die Verordnung zum Schutz der Mütter am Arbeitsplatz (MuSchArbV) ins Mutterschutzgesetz aufgenommen. Arbeitgeber sind jetzt verpflichtet, bei der Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes den besonderen Schutz einer werdenden oder stillenden Mutter zu beachten, auch wenn noch gar keine schwangere oder stillende Frau tatsächlich beschäftigt wird. Ziel dieser Neuregelung ist es, die Weiterbeschäftigung der Frau weitmöglichst zu gewährleisten, z.B. durch Umgestaltung des Arbeitsplatzes oder Umverteilung von Aufgaben.

Quelle: Verband medizinischer Fachberufe e.V.

Foto: Salih Ucar, pixelio.de

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