Deutsch-iranisches Veterinärabkommen unterzeichnet

Iran

Eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit auf den Gebieten der Tiergesundheit und des Veterinärwesens wurde in Teheran unterzeichnet. Erste Geschäfte in der Rinderzucht wurden bereits vereinbart.

Die Vereinbarung orientiert sich an den Vorgaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE). Vorgesehen sind unter anderem der Austausch von Informationen insbesondere über Fragen der Tiergesundheit und den Aufbau der Veterinärdienste sowie fachliche Unterstützung in veterinärrechtlichen Fragen beim Export.

Das Abkommen, das die Chefveterinäre des deutschen und des iranischen Landwirtschaftsministeriums, Dr. Dietrich Rassow und Dr. Mehdi Khalaj, am Sonntag in Teheran unterzeichnet haben, bietet die Grundlage für bilaterale Zertifikate, die beim deutsch-iranischen Handel mit tierischen Produkten zur Anwendung kommen. Zertifikate zu Zuchtrindern und Rindersamen stehen vor dem Abschluss, weitere Zertifikate zu Milchprodukten, Geflügelgenetik und Eiern sollen folgen.

Nach den Worten von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt stärkt die Veterinärvereinbarung die Kooperation beider Staaten bei der Bekämpfung von Tierseuchen und vereinfacht deutschen Unternehmen den Export von Tieren und Fleisch in den Iran. Erste konkrete Geschäfte in der Rinderzucht seien bereits vereinbart worden.

Die erste Sitzung der deutsch-iranischen Arbeitsgruppe im Bereich Landwirtschaft und Ernährung kündigte Schmidt für Ende April im Rahmen einer Landwirtschaftsmesse im zentraliranischen Shiraz an. Die dabei zu diskutierenden Themen reichen von nachhaltiger landwirtschaftlicher Produktion über Landtechnik, Nutztiergenetik und Saatgut bis zu Nahrungsmittelverarbeitung und Lebensmittelsicherheit. Eine wichtige Rolle dürfte auch der hohe Wasserverbrauch der iranischen Landwirtschaft spielen, der bereits in den Gesprächen Schmidts in Teheran im Vordergrund stand. „Im Wege des Technologie-Transfers könnten wir und unsere Partner den Iran mit Know-how und Technologie bei der Lösung der Probleme mit der Trockenheit in der Landwirtschaft unterstützen“, so der Minister.

AgE

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