Berufspolitik

One Health: Treffen von Ärzten und Tierärzten

Kammertreffen

In einem Spitzengespräch der Vertreter der Ärzte- und Tierärzteverbände wurde ein Ende der gegenseitigen Schuldzuweisungen und eine verstärkte Zusammenarbeit beschlossen.

Endlich wurde miteinander und nicht übereinander gesprochen: Am 7. September fand das Spitzengespräch von Präsiden der Tierärzteverbände und Bundesärztekammer (BÄK) in Berlin statt. Neben bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder nahmen von tierärztlicher Seite BTK-Präsident Dr. Uwe Tiedemann, BTK-Vizepräsidentin Dr. Iris Fuchs und der Präsident der beamteten Tierärzte, Dr. Holger Vogel, teil. Auch die Ärzteschaft war hochrangig mit BÄK-Präsident Prof. Frank Ulrich Montgomery, Vizepräsidentin Dr. Martina Wenker und Vizepräsident Dr. Max Kaplan vertreten.

Spitzengespräch Berlin
Foto: bpt

Antibiotikaresistenzen

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Problematik der Antibiotikaresistenzen und Möglichkeiten zu deren Bekämpfung. Von den Tierärztevertretern wurden die vielfältigen Anstrengungen vorgestellt, die in den letzten Jahren dazu unternommen wurden. Auch von der Ärzteschaft wurden die in ihrem Bereich ergriffenen Maßnahmen vorgestellt. Große Einigkeit bestand darin, dass gegenseitige Schuldzuweisungen wenig zielführend sind, um das Problem zu lösen. Vielmehr müsse eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Ärzte- und Tierärzteschaft angestrebt werden (One Health). Im nächsten Gespräch sollen konkrete Vorschläge zur Zusammenarbeit besprochen und ein Arbeitskreis dazu eingerichtet werden.

(Tier-)Heilpraktiker

In der Ärzteschaft wird seit einigen Wochen wieder intensiv über den Umgang bzw. die Rahmenbedingungen der Heilpraktikertätigkeit diskutiert. Dabei verläuft die Diskussion entlang ähnlicher Linien wie in der Tierärzteschaft. Es bestand deshalb Einvernehmen, dass die weitere Vorgehensweise mit Blick auf die Heilpraktiker- bzw. Tierheilpraktikertätigkeit in engem Dialog zwischen Ärzte- und Tierärzteschaft erörtert werden soll.

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