Tierärzte in Europa insgesamt zufrieden

weiße Kittel
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Bei der letzten Umfrage der Federation of Veterinarians of Europe (FVE) zeigte sich das Gros der Tierärzte mit ihrer aktuellen Situation wirtschaftlich und persönlich zufrieden. Die meisten glauben, sie sollten sich mehr spezialisieren und wünschen sich fundiertere Wirtschaftskenntnisse.

Mit 13 000 an der Umfrage teilnehmenden Tierärzten schaffte die Studie es, sechs Prozent der insgesamt 233 300 Tierärzte in ganz Europa zu erreichen. Deutschland stellt mit fast 40 000 Berufsvertretern 17 % Prozent der europäischen Tierärzteschaft.

Bei 46,8 Arbeitsstunden pro Woche sind auch die europäischen Kollegen nicht weit entfernt von der in Deutschland gesetzlich geltenden maximalen Wochenarbeitszeit von 48 Stunden.
Ein Fünftel davon gelten als unterbeschäftigt; ebenso viele haben mindestens zwei Jobs gleichzeitig, meist beide im Veterinärbereich. Die Arbeitslosenquote liegt mit 3 % höher als in Deutschland (<2%); dies erklärt sich durch eine in einigen Ländern generell extrem hohe Arbeitslosenquote.

Große Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern
Der durchschnittliche europäische Tierarzt verdient 38,500€ im Jahr. Davon werden drei Viertel im Geschäft mit Haustieren erwirtschaftet, obwohl nur die Hälfte der Praxen auf Kleintiere spezialisiert ist.
Die Gehaltsvergleiche zwischen Männern und Frauen zeigen in ganz Europa das typische Bild eines Frauenberufs: 28% mehr Gehalt bekommt der männliche Tierarzt für seine Arbeit als seine weibliche Kollegin. Damit ist sie noch weitaus höher als die in Deutschland berufsübergreifend vorherrschenden (unbereinigten) 22 % Differenz.

Quelle: FVE, destatis

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