10. Boehringer Ingelheim Expert Forum on Farm Animal Well-Being

Förderung des Tierwohls durch bessere Kommunikation

Boehringer_WellBeiing

Das Boehringer Ingelheim-Expertenforum wurde in diesem Jahr in Rom ausgerichtet. Zum 10. Mal vereinte das Familienunternehmen internationale, multidisziplinäre Teilnehmer, um Ideen zur Förderung und besten Umsetzung des Tierwohls für Nutztiere auszutauschen. 130 Personen aus 18 Ländern, darunter Veterinäre, Landwirte sowie Vertreter der Ernährungsbranche, brachten aus verschiedenen Perspektiven ihr Wissen rund um das Thema Tierwohl ein.

Tiere zeigen Schmerz primär über Verhaltensänderungen, weshalb hier digitale Daten aus der Gesundheitsüberwachung zukünftig verstärkt zur Optimierung des Tierwohls beitragen könnten. Steve Williams, Leiter des globalen Marketing Wiederkäuer bei Boehringer Ingelheim: Er vierwies darauf. dass es eine der einfachsten und effektivsten Möglichkeiten zur Förderung des Tierwohls sei, sicherzustellen, dass Tiere bei krankheitsbedingten Schmerzen sowie nach chirurgischen Eingriffen eine schmerzlindernde Behandlung erhalten.

„Es lohnt  sich, die Aufmerksamkeit auf das Tierwohl zu legen".

Die interessanten Vorträge und Workshops deckten ein breites Themenspektrum ab, wie z.B. den Beitrag des Tierarztes zur Tierwohlförderung, Schmerzen und ihre objektive Messbarkeit und wie eine bessere Kommunikation zwischen Landwirt, Tierarzt und Verbraucher zum Vorteil aller Beteiligten gelingen kann.

Suzanne Millman, Professorin an der Iowa State University, USA, betonte die Bedeutung des Themas Tierwohlerkennung und –förderung im tiermedizinischen Studium. Eine Vertreterin der European Dairy Farmers, Katrine Lecornu aus Frankreich, betonte, dass Landwirte gerne mehr Tierwohl umsetzen möchten, es aber auch entlohnt werden muss.

Duncan Sinclair stellte das erfolgreiche Konzept eines Lebensmittel-Einzelhandelsunternehmens aus Großbritannien vor, in dem Landwirte mehr Tierwohl umsetzen können und die Verbraucher auch bereit sind, mehr Geld für diese Standards zu zahlen.

Abschließend gab Alison Bard, University of Bristol, in einem spannenden Workshop Tipps für eine bessere weil reflektierte Kommunikation, durch die der Tierwohlgedanke effektiver vermittelt werden kann.

Die Tierwohldiskussion proaktiv begleiten!

Es ist unmöglich, tierisches und menschliches Wohlergehen zu trennen. Der Themenbereich Tierwohl wird bereits verbreitet in der Öffentlichkeit und in Fachkreisen diskutiert und seine Bedeutung wird in naher Zukunft nicht geringer werden. Deshalb ist es für die Beteiligten von entscheidender Bedeutung, die Tierwohldiskussion proaktiv zu begleiten, diese als Chance zu begreifen und die sich ergebenden Möglichkeiten unter anderem in der Zusammenarbeit von Tierärzten und Landwirten zu nutzen.

Die Diskussionen im Forum ermöglichten es den Teilnehmern, mit frischer Begeisterung in ihre tägliche Arbeit zurückzukehren, um die Herausforderungen einer sich schnell verändernden Branche und die Umsetzung von mehr Tierwohl gemeinsam zu meistern.

Weitere Informationen über dieses Forum und vergangene Veranstaltungen finden Sie unter: www.farmanimalwellbeing.com

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