Fleisch aus dem Labor: Wunder mit Widersprüchen

Fleisch

Die einen bewerten In-vitro-Fleisch als Heil bringenden Sattmacher, der das Ende allen Tierleids einläutet. Andere halten es für eine überschätzte Idee, die Mensch und Tier entfremdet. Der Versuch, ein ungelegtes Ei einzuordnen.

Wer das Thema In-vitro-Fleisch (IVF) bewerten möchte, muss sich darüber bewusst sein, dass vieles daran bisher reine Spekulation ist. Es gibt keine technische Möglichkeit, das künstliche Fleisch in einem Maßstab herzustellen, der über eine Petrischale hinausgeht. Alle Annahmen zu Herstellung, Energieverbrauch, Marktreife oder Kundenakzeptanz sind theoretisch.

Außerdem wird das Thema selten neutral dargestellt. Die Interpretation von IVF als Heil bringendem Sattmacher, der das Ende allen Tierleids einläutet, spiegelt sich in vielen Informationsquellen wider. Das könnte daran liegen, dass diejenigen, die an der Datenquelle sitzen, in der Regel die Hersteller sind.

So entsteht das Fleich im Labor

Im Reagenzglas gezüchtetes „Fleisch“ stellt für einige Wissenschaftler die Hoffnung dar, den wachsenden Fleischhunger der Weltbevölkerung zu stillen. In zwei Artikeln erklärt das Fachmagazin f3 Schritt für Schritt, wie das Laborfleisch entsteht:

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