Industrie

Merial-Übernahme unter Auflagen genehmigt

Boehringer_Merial
Firmenlogos: Boehringer Ingelheim/Mérial/Sanofi

Böhringer Ingelheim darf die Tiergesundheitssparte von Sanofi übernehmen, muss aber einige Medikamente an einen Mitbewerber verkaufen.

Die Europäische Kommission hat die Übernahme des Geschäftszweigs Tiergesundheit des französischen Unternehmens Sanofi (Merial) durch Boehringer Ingelheim genehmigt. Als Auflage müssen aber mehrere Tierimpfstoffe und -arzneimittel an Ceva Santé Animale (Ceva) veräußert werden.

Die wettbewerbsrechtliche Untersuchung der Kommission konzentrierte sich auf die Überschneidungen zwischen den Geschäftstätigkeiten von BI und Merial bei Impfstoffen für Schweine und Wiederkäuer, bei Arzneimitteln und Futterzusätzen. Um die Bedenken der Kommission auszuräumen, boten die beiden Unternehmen an, eine Reihe von Produkten zu veräußern, die von Merial vermarktet oder entwickelt werden, darunter die bestehenden Impfstoffe Circovac, Progressis, Parvovax, Parvovurax und Mucossifa sowie die Arzneimittel Ketofen, Wellicox, Allevinix, Genixine, Equioxx Injectable und Equioxx Paste.

Die Produkte und die dazu gehörige Technologie für die Produktion wurden an Ceva Santé Animale (Ceva) verkauft. Ceva ist nach der Überzeugung der Kommission ein etabliertes Unternehmen im Tiergesundheitssektor, das über Fachwissen und Erfahrung mit den einschlägigen Produktionstechnologien und über ein Vertriebs- und Marketingnetz in ganz Europa verfügt. Die Übernahme der Produkte müsse in einem gesonderten Verfahren zur Fusionskontrolle überprüft werden, teilte die Kommission mit.

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