Weniger Schweine und Rinder in Deutschland

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Die Tierhalter in Deutschland haben 2016 ihre Viehbestände im Vergleich zum Vorjahr erneut abgestockt.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilte mit, dass die Schweinepopulation am Stichtag 3. November im Vergleich zur Erhebung im Mai 2016 um 0,5 % auf 27,27 Millionen Tiere gewachsen sei; doch hatte dies vor allem saisonale Gründe. So wies nach den vorläufigen Ergebnissen ausschließlich die Kategorie der Mastschweine gegenüber der Frühjahrszählung einen deutlichen Zuwachs von 3,7 % auf, unter anderem weil diese Tiere für die umfangreichen Schlachtungen im Weihnachtsgeschäft benötigt werden. Für alle anderen Gruppen wurden dagegen rückläufige Bestandszahlen ausgewiesen.

Trend zu weniger Schweinen

Beim aussagekräftigeren Vergleich mit dem Viehzählungsergebnis von November 2015 ergab sich den Wiesbadener Statistikern zufolge ein Rückgang des Schweinebestandes um 380.600 Tiere oder 1,4 %, womit sich der 2015 eingesetzte Trend zu weniger Schweinen in Deutschland fortsetzte. Am stärksten sank im Vorjahresvergleich die Population der Jungschweine, und zwar um 6,5 % auf 5,19 Millionen Stück.

Zudem verringerte sich die Zahl der Ferkel um 1,9 % auf 7,95 Millionen Tiere, während bei Mastschweinen ein Zuwachs von 1,7 % auf 12,20 Millionen Stück verzeichnet wurde. Weiter reduziert haben die Halter auch ihren Sauenbestand. Dieser nahm binnen Jahresfrist um 67.800 Stück oder 3,4 % auf 1,91 Millionen Tiere ab.

168.870 Rinder weniger

Rückläufig entwickelte sich im laufenden Jahr auch die Rinderhaltung in Deutschland. Laut Destatis belief sich der Bestand Anfang November 2016 auf 12,47 Millionen Tiere; das waren 168.870 Rinder weniger als vor zwölf Monaten. Bis auf die nahezu unveränderte Zahl von 1,04 Millionen männlichen Tieren im Alter von mehr als einem Jahr wurden in allen anderen Kategorien Bestandsrückgänge verzeichnet. Dabei nahm die Zahl der Milchkühe im Vorjahresvergleich um 66.939 Tiere oder 1,6 % auf 4,22 Millionen Stück ab.

Quelle: AgE

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