Tierseuchen

Biosicherheit, Biosicherheit, Biosicherheit!

Betriebseigene Gummistiefel
Im Vergleich zu den immensen finanziellen und seelischen Belastungen der Folgen von Tierseuchen ist die Investition in betriebseigene Gummistiefel und Schutzkleidungen für Tierärzte, Besamungstechniker, Klauenpfleger und andere externe Betriebsbesucher minimal und hat große Effekte. Foto: vet-consult

Die Schlachtung bzw. Keulung von rund 1800 Rindern nach Auftreten von BHV-1 rüttelt wach und mahnt uns, täglich wieder die eigenen Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen.

In Schleswig-Holstein ist die Rinderseuche BHV1 festgestellt worden. Die Seuche ist Anfang Februar auf einem Milch- und Mastviehbetrieb im Kreis Rendsburg-Eckernförde aufgetreten. Das BHV1-Virus wurde in einem erkrankten Tier nachgewiesen. In nahezu allen anderen rund 660 Tieren wurden zudem Antikörper gegen das Virus festgestellt. Es handelt sich um sogenannte Reagenten; diese Tiere tragen also das Virus in sich, ohne selbst erkrankt zu sein. Der Betrieb wurde gesperrt. Mit BHV1-infizierte Tiere müssen getötet werden, so sieht es die BHV1-Bundesverordnung vor. Zudem wurden in einem weiteren Betrieb im Kreis Rendsburg-Eckernförde sowie in zwei Betrieben im Kreis Stormarn ebenfalls BHV1-Reagenten festgestellt. Teile dieser Bestände müssen geschlachtet werden. Insgesamt sind rund 1800 Tiere betroffen

Das Bovine Herpesvirus Typ 1 ist eine für den Menschen ungefährliche Krankheit, die aber bei Rindern zu Lungenerkrankungen, Fieber, verringerter Milchleistung und Aborten führen kann. Das Fleisch von Reagenten kann bedenkenlos verzehrt werden, klinisch erkrankte Tiere werden euthanasiert.

Strenge Biosicherheitsmaßnahmen einhalten

Die betroffenen Betriebe werden geräumt, gereinigt und desinfiziert und die Landwirte gemäß Tiergesundheitsgesetz entschädigt. Die Landwirtschaft ist nun gehalten, weiterhin strenge Biosicherheitsmaßnahmen aufrecht zu erhalten. Beispielsweise müssen sie dafür sorgen, dass ihre Tiere möglichst nicht in Kontakt mit Tieren aus anderen Beständen kommen. Neu gekaufte Tiere sollten zunächst separat gehalten werden: Personen, die den Bestand betreten, sollten betriebseigene Schutzkleidung tragen. Entsprechend wurden Bauernverband, Wirtschaftsverbände und Tierärzte noch einmal sensibilisiert.

Quelle: Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein

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