Tierhaltung

Bundesrat für Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung

ganzjährige Anbindehaltung
Die Bundesländer sehen die ganzjährige Anbindehaltung als nicht mehr tiergerecht an. Foto: Zaspel

Der Bundesrat hat dem Antrag Hessens auf ein Verbot der Anbindehaltung von Rindern zugestimmt. Bis zum endgültigen Verbot ist eine Übergangsfrist von 12 Jahren vorgesehen.

„Der Beschluss zum Ausstieg aus der ganzjährigen Anbindehaltung ist ein wichtiger Schritt zu mehr Tierwohl in der Landwirtschaft. Nun ist die Bundesregierung am Zug. Sie hat heute von den Ländern einen klaren Auftrag erhalten“, sagte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz im Anschluss an die Bundesratssitzung in Berlin.

Ende 2015 hatte Hessen seinen Entschließungsantrag zum Ausstieg aus der ganzjährigen Anbindehaltung in den Bundesrat eingebracht. Die Entschließung wird nun der Bundesregierung zugeleitet, die sich in den kommenden Wochen mit ihr befassen wird.

Tierärzteschaft für Ausstieg aus der Anbindehaltung

Auf dem 27. Deutschen Tierärztetag in Bamberg 2015 wurde in einer Entschließung der „Ausstieg aus der ganzjährigen Anbindehaltung bei Rindern“ gefordert. Mittelfristig hält die Bundestierärztekammer den kompletten Ausstieg aus der Anbindehaltung für erforderlich.

Quellen:

PM Landwirtschaftsministerium Hessen

vet-consult berichtete:

kein tiergerechtes Halstungssystem

Beschlüsse des 27. Deutschen Tierärztetages

Vet-consult Magazin

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