Diagnostik

Entnahme und Versand von Kotproben

Weidehaltung
Verwurmte Erstsömmrige leiden an Durchfall, struppigem Fell, Apetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Foto: Zaspel

Endoparasitenbefall mindert die Mast- und Milchleistung bei Rindern, Schafe können auch perakut daran versterben. Über die sinnvolle Probenentnahme informiert ein Merkblatt des STUA Aulendorf.

Endoparasiten, die den Magen-Darm-Trakt oder die Lunge befallen, können verschiedenen Tierarten wie Rindern, Schweinen, Schafen oder Pferden akuten Schaden zufügen. Endoparasitosen können aber auch zu chronischen Entzündungen in verschiedenen Organen führen.

Da verschiedene Parasitenstadien mit dem Kot ausgeschieden werden, sind Kotproben für die
Diagnostik gut geeignet. Wie die Kotproben entnommen werden sollten, hängt u. a. von der jeweiligen Tierart ab:
Schafe: Sammelkotprobe von der Weide oder aus dem Stall
Pferde: Sammelkotprobe über 3 aufeinanderfolgende Tage
Rinder: Einzelkotprobe, idealerweise aus dem Rektum entnommen
Kälber: Einzelkotprobe, möglichst frisch

Die diagnostischen Möglichkeiten hängen stark von der Qualität des Probenmaterials ab. Der Entnahme und dem Versand der Probe kommt daher ein hoher Stellenwert zu. Die frische Entnahme einer genügend großen Menge (mind. 30-40g Kot) am Anfang einer Woche - damit das Material nicht über das Wochenende im Briefkasten liegt - ist für aussagekräftige Ergebnisse wichtig. Auch auf die Verpackung in Primär- und Sekundärgefäß plus Außenverpackung wird hingewiesen.

Das Merkblatt des Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamtes Aulendorf (Baden-Württemberg) gibt Hinweise, wie die Kotproben entnommen und zur Untersuchung gebracht werden. Diese Empfehlungen gelten natürlich generell für Probenentnahmen und Einsendungen, unabhängig davon, in welchem Bundesland Sie leben.

Quelle: STUA Aulendorf

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