Tierseuchen

FLI zeigt das Näherrücken der Lumpy Skin Disease

LSD Map
Ausbrüche Lumpy Skin Disease 01.01.2015 - 27.09.16, Quelle: ADNS, FLI

Das Friedrich-Löffler-Institut stellt auf seiner Internetseite Information zur LSD zur Verfügung und veranschaulicht die Daten auf einer fortwährend aktualisierten Landkarte.

Die Lumpy Skin Disease (LSD) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche des Rindes, die durch Capripox-Viren verursacht wird. Die LSD kommt in Afrika und im Nahen Osten endemisch vor. Krieg und Vertreibung begünstigten eine Ausbreitung der Tierseuche aus Krisengebieten in die angrenzenden Staaten und letztlich nach Europa. In Südosteuropa sind die Fallzahlen von LSD in den letzten Monaten stark angestiegen und die Krankheit breitet sich vom Balkan stark in nordwestliche Richtung aus. Die Übertragung findet hauptsächlich über Arthropoden statt.

Klinische Symptome LSD

Klinisch erkrankte Tiere zeigen Fieber und später typische Hautveränderungen. Diese knötchenartigen (nodulären) Läsionen können auch sehr dezent ausfallen und sind teilweise nur durch Ertasten feststellbar. Regelmäßig sind auch das Euter und die Zitzen von Hautveränderungen betroffen. Das massive und generalisierte Auftreten der nodulären Hautveränderungen betrifft in der Regel weniger als 30 Prozent der Rinder. In solchen massiven klinischen Fällen sind oft auch Läsionen der Schleimhäute mit typisch hyperämischem Rand und teilweise nekrotischem Zentrum nachweisbar. Die Lymphknoten entsprechender Lokalisation sind meist geschwollen. Tragende Tiere können abortieren. 

Wesentlich ist, dass auch bei virämischen Tieren subklinische oder asymptomatische Verlaufsformen auftreten. Die klinisch unauffälligen Tiere erschweren die frühzeitige Erkennung der Erkrankung und können der unerkannten Verbreitung der Tierseuche Vorschub leisten.

Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) stellt auf seiner Homepage Informationen mit regelmäßig aktualisierten Fallzahlen zur LSD und einen Steckbrief der Erkrankung zur Verfügung.

Verdächtige Symptome der anzeigepflichtigen Tierseuche sind - unter Beteiligung des Veterinäramtes - abzuklären und entsprechende Proben unverzüglich an das regionale Landesuntersuchungsamt zu senden. Von dort werden die Proben an das Nationale Referenzlabor für LSD am Friedrich-Loeffler-Institut geschickt. Als diagnostisches Untersuchungsmaterial sind Hautstanzen der veränderten Areale, EDTA-Blut, Nasen- und Speicheltupfer geeignet.

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