Tierseuchen

Impfung dämmt Lumpy-Skin-Disease-Ausbrüche ein

Lumpy Skin Disease
Kuh mit Hautknoten, screenshot EFSA

Die epidemiologische Auswertung der EFSA-Untersuchung zur Lumpy-Skin-Disease (LDS) zeigt, dass durch Massenimpfung in den Jahren 2015/2016 in Südosteuropa die Krankheit eingedämmt werden konnte. Daher wird die Impfung von betroffenen oder gefährdeten Beständen empfohlen.

Dies ist die wichtigste Schlussfolgerung einer epidemiologischen Analyse, die von der European Food Safety Authority (EFSA) in Zusammenarbeit mit von der Krankheit betroffenen bzw. gefährdeten Ländern durchgeführt wurde.

In einer bereits vorab veröffentlichten wissenschaftlichen Stellungnahme der EFSA wurde die Massenimpfung als effektivste Kontrollmethode gesehen. Den EFSA-Sachverständigen zufolge ist bei konsequenter Durchführung der Impfung die teilweise Keulung von Herden (also ausschließlich betroffener Tiere) ebenso wirksam im Hinblick auf die Seuchenbekämpfung wie die Keulung ganzer Herden, die derzeit nach EU-Recht vorgesehen ist. Die Impfung ist am wirksamsten, wenn sie durchgeführt wird, bevor das Virus in einer Region oder einem Land auftritt. Die Sachverständigen empfehlen, die Impfung in allen Gebieten einheitlich vorzunehmen.

Die Lumpy-skin-Krankheit tritt in vielen afrikanischen Ländern auf. Seit 2012 breitet sie sich vom Nahen Osten nach Südosteuropa aus. Das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Krankheit ist hoch. Nachdem die Lumpy Skin Disease 2013 in der Türkei bestätigt worden war, hatte sie sich bis 2016 in sieben südosteuropäischen Länder ausgebreitet (vet-consult berichtete).

In Südosteuropa wurden in allen betroffenen Ländern Massenimpfungen mit einer homologen Vakzine durchgeführt. Innerhalb weniger Monate konnte vielerorts eine 90%ige Impfabdeckung erreicht werden. In diesen Gebieten wurden keine oder nur eine sporadisch auftretende Neuinfektionen beobachtet.

Das LDS-Virus gehört zu den Capripoxviren. Sie äußert sich unter anderem durch Knötchen auf der Haut der betroffenen Tiere (Symptome und Bekämpfungsmaßnahmen hier). In schweren Fällen kann die Erkrankung auch tödlich enden. In Deutschland ist die LDS anzeigepflichtig.

Quelle: European Food Safety Authority EFSA

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