Anzeigepflichtige Tierseuche

LUA Koblenz empfiehlt Blauzungenimpfung

Kühe
Da es kurzfristig zu Lieferengpässen kommen kann, ist eine zeitnahe Impfstoff-Bestellung empfehlenswert. Foto: Zaspel

Aktiver Tierschutz und wirtschaftlicher Vorteil: Nach dem Ausbruch der Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg ruft das Landesuntersuchungsamt (LUA) die rheinland-pfälzischen Tierhalter dazu auf, ihre Rinder, Schafe und Ziegen gegen den Erreger der Seuche impfen zu lassen.

Es besteht sonst die Gefahr, dass das Virus in die hiesigen Bestände eingeschleppt wird und Tiere erkranken. Zwei Punkte sprechen für die Impfung: Zum einen schützt sie Rinder, Schafe und Ziegen vor vermeidbaren Leiden, zum anderen verschafft sie Tierhaltern einen wirtschaftlichen Vorteil. Im kürzlich eingerichteten Restriktionsgebiet, das ganz Baden-Württemberg, das Saarland und Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen betrifft, herrschen nämlich Einschränkungen für den Transport und den Handel mit Tieren. Nur nachweislich geimpfte Tiere dürfen aus dem Restriktionsgebiet verbracht werden.

Damit Tiere als geimpft gelten, muss die Impfung unter Angabe der Registriernummer im Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) dokumentiert werden. Dabei sind das Impfdatum, der verwendete Impfstoff, die eingesetzte Charge sowie die Tierart anzugeben. Schafe und Ziegen werden bestandsbezogen erfasst, Rinder einzeln unter Angabe der individuellen Ohrmarkennummer.

Die vorbeugende Impfung gegen die Blauzungenkrankheit mit den Serotypen 4 und 8 ist in Rheinland-Pfalz erlaubt und darf nur durch Tierärzte durchgeführt werden. Die Impfung ist freiwillig, die Kosten trägt der Tierhalter. Der aktuelle Ausbruch wurde durch Viren des Serotyps 8 ausgelöst. Gegen diesen Serotyp sollte deshalb in jedem Fall geimpft werden.

Für Menschen ist die Blauzungenkrankheit ungefährlich.

Quelle: Pressemitteilung und weitere Informationen zur Blauzungenerkrankung des Landesuntersuchungsamts Koblenz

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