Tierschutz

Landwirtschaftsministerium stoppt Tiertransporte

Flagge Schleswig-Holstein
Foto: BettinaF_pixelio.de

In den kommenden vier Wochen werden in ganz Schleswig-Holstein keine Voratteste mehr ausgestellt, die den Transport in bestimmte Staaten außerhalb der EU genehmigen. Der Rinderzuchtverband klagt dagegen.

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in Kiel hat ein Verbot von Transporten in insgesamt 14 Länder für zunächst vier Wochen verhängt und hofft, dass es dann zu einer bundesweit einheitlichen Regelung kommt.

Nach den Erkenntnissen der Veterinärämter kann nicht durchgängig gewährleistet werden, dass der Tiertransport von Nutz- und Zuchttieren den Vorgaben des EU-Tierschutzrechts entspricht. Zudem werden in den betroffenen Ländern andere Praktiken während der Schlachtung ausgebübt. Diese fügen den Tieren länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen und Leiden zu. Nach Angaben des Kreises ist das nicht mit den europäischen Vorstellungen von Tierschutz vereinbar. Die Tierärzte befürchten, dass sie sich selbst strafbar machen, falls die Tiere während des Transportes misshandelt werden.

Jetzt geht die Rinderzucht-Genossenschaft RSH juristisch mit einem Eilverfahren am Verwaltungsgericht Schleswig gegen den Kreis Steinburg vor. 21 Rinder aus dem Kreis Steinburg sollten nach Nordafrika transportiert werden.

Quellen: agrarheute, NDR, Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein

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