Tierhaltung

Leitlinie für die Mastrinderhaltung

Zweiflächenbucht
Zweiflächenbuchten dieser Bauart bieten trotz geringeren Strohverbrauchs einen hohen Komfort für die Tiere (Trennung der Funktionsbereiche, ungestörtes Liegen, Klauenabrieb gewährleistet). Foto: Zaspel

Die „Tierschutzleitlinie für die Mastrindhaltung“ führt die Mindestanforderungen an die Stallhaltung von Mastrindern ab dem 7. Lebensmonat einschließlich Mutterkühen aus und ist zukünftig bei der tierschutzfachlichen Beurteilung von Rinderhaltungen zugrunde zu legen.

Die Leitlinie ist im Rahmen des Tierschutzplans Niedersachsen erarbeitet worden. Denn bislang fehlen im Tierschutzgesetz sowie in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung konkrete Regelungen für Rinder ab dem 6. Lebensmonat. Die Leitlinie soll Behörden und Tierhaltern bei der tierschutzfachlichen Beurteilung sowohl von Neu- und grundlegenden Umbauten als auch von bestehenden Mastrinderhaltungen Hilfestellung geben.

Grundlegende Informationen zur Tierhaltersachkunde, der Tierkontrolle, der Gesundheitsvorsorge sowie Allgemeines zum Tierverhalten von Mastrindern werden vermittelt und die wichtigsten Merksätze am Ende eines Abschnittes zusammengefasst hervorgehoben. Die einzelnen Haltungssysteme mit ihren speziellen Haltungsanforderungen (z.B. Tretmiststall, Liegeboxenlaufstallhaltung oder Anbindehaltung) werden vorgestellt und besondere Einrichtungen wie Krankenbox oder Verlade- und Treibvorrichtungen besprochen. Das Wichtigste zur Futter- und Wasserversorgung sowie Stallklima und der Umgang mit kranken und verletzen Tieren bis hin zum sachgerechten Töten von Tieren im Betrieb und viele weitere Themen werden dargestellt.

Das Lesen der Tierschutzleitlinie für Mastrinder lohnt sich für jeden, der mit Mastrindern zu tun hat. Sowohl Tierärzte als auch Tierhalter können hierduch die Tierhaltung kritisch überprüfen und wertvolle Impulse für Verbesserungen erhalten.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


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