Fortbildung

Rekordbeteiligung beim BPT

BPT

2000 Teilnehmer wurden bei dem diesjährigen bpt-Kongress in München gezählt.

Das sind nochmal rund 400 mehr als im letzten Jahr. Große Anziehungskraft übte der Veranstaltungsort, ein modernes Kongresscenter in München, auf die praktizierenden Tierärzte aus. Der Messepartner war in diesem Jahr die Schweiz.
 
Für das Fachprogramm im Rinderbereich referierten hauptsächlich bekannte Hochschulvertreter. Prof. Rehage berichtete von einem Versuch zur  Nadellose Injektionstechnik (Akushot) beim Rind als hygienische Alternative zur Injektionskanüle. In seiner Studie konnte gezeigt werden, dass Kühe, denen transdermal mithilfe des Akushots ein Impfstoff verabreicht wurde, nach Abschluss der Grundimmunisierung zu 100% serokonvertierten.
 
Prof. Kofler von der Universität in Wien sprach über Lahmheitsprobleme, die vermehrt in Laufställen auftreten, die mit Gussasphalt ausgestattet sind. Dieser raue Untergrund führt zu einem übermäßigen Abrieb der Sohlen und dem sogenannten „New concrete disease“. Unter solchen Haltungsbedingungen haben Kühe nicht mehr normale Sohlendicken von 7 bis 8 mmm, sondern nur noch 4mm. Dementsprechend druck- und schmerzempfindlich sind die Tiere dann.
 
Prof. Kaske, Vetsuisse-Fakultät, Schweiz hat über die Herausforderungen der ITB gesprochen. So hat sich die Integrierte Tierärztliche Bestandsbetreuung weder in der Schweiz noch in Deutschland flächendeckend durchgesetzt. Einige Gründe dafür sind: Schwierigkeit der Abrechnung, unklar definierte Zielvereinbarung, unzureichende Datenerfassung und Schnittstellen, fehlende Vergleichbarkeit zwischen den Betrieben, keine ausreichende Größe der Bertriebe. Er plant in Zukunft für die Schweiz  Etablierung eines Kälbergesundheitsdienstes mit dem Ziel der verbesserten Diagnostik und Antibiotikaminimierung,
 
Prof. Heuwieser von der Freien Universität Berlin berichtet über persönliche Erfahrungen in seinem Forschungssemester an der Cornell University im Staat New York und Studienergebnisse aus den USA. In diesem Rahmen beurteilte er die Qualität unterschiedlicher aktueller Forschungsergebnisse. Eine der wenigen vortragenden Frauen war Dr. Carola Fischer-Tenhagen aus der Arbeitsgruppe Heuwieser. Sie sprach über die unterschiedliche Qualität von Geburtsanzeichen. 

Der nächste BPT findet im Rahmen der Eurotier in Hannover 2018 statt.

Vet-consult Magazin

Online-Kurse