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Rinderhaltung in Laufställen im Trend

Boxenlaufstall
Eine statistische Erfassung der Stallhaltungsverfahren bei Milchkühen erfolgte zuletzt in 2010. Ergebnisse der Viehbestandserhebung für Milchkühe liegen aus 2016 vor. Foto: Zaspel

In der Rinderhaltung lässt sich ein allgemeiner Trend zur Unterbringung in Laufställen feststellen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Tierwohl hervor.

Demnach seien im Jahr 2010 rund drei Millionen Haltungsplätze in Anbindeställen gezählt worden. Der Anteil an den Haltungsplätzen insgesamt habe damit 21,4 Prozent betragen. Der überwiegende Teil dieser Tiere habe in kleineren Betrieben gestanden. In der Antwort heißt es dazu, dass im Jahr 2010 deutschlandweit in Betrieben unter 50 Haltungsplätzen rund 73 Prozent der Milchkühe in Anbindehaltung gehalten wurden, während es in Betrieben mit 50 und mehr Haltungsplätzen rund vier Prozent gewesen seien.

Weil nach den Ergebnissen der Viehbestandserhebungen die Zahl der Milchkühe in Haltungen von weniger als 50 Tieren zwischen Mai 2010 und November 2016 von knapp 34 Prozent auf 21 Prozent gesunken sei, geht die Regierung in ihrer Antwort davon aus, dass damit auch der Anteil der Milchkühe in der Anbindehaltung weiter gesunken sein muss.

Weitere Informationen und Erkenntnisse der Bundesregierung zum Gesundheitsstatus von Nutztieren, kupierten Schweinen, gekürzten Legenennenschnäbeln und enthornten Kälbern, zur Tötung männlicher Eintagsküken, zur Therapiehäufigkeit von Nutztieren, zur Entwicklung in den Tierhaltungsverfahren und zu Fleischhygiene- und Schlachthofbefunden finden sich in der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Friedrich Ostendorff, Bärbel Höhn, Nicole Maisch, Harald Ebner und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/11537).

Quelle: Deutscher Bundestag

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