Tragend zur Schlachtung - Unwissenheit oder bewusste Tolerierung?

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Das Forschungsprojekt zur Schlachtung gravider Nutztiere „SiGN“ bittet niedergelassene Tierärzte um Unterstützung und Erfahrungsaustausch.

Das Institut für Lebensmittelhygiene der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg rufen Nutztierpraktiker zur Mitarbeit für mehr Tierschutz bei der Schlachtung tragender Muttertiere auf.

Die Erfahrungen von Tierärzten sind gefragt:

  •   Kommt es im Rahmen Ihrer Betreuungstätigkeit zur Abgabe trächtiger Tiere zur Schlachtung und geschieht dies bewusst?
  •   Wenn ja, bis zu welchem Trächtigkeitsstadium wird dies durch die Betriebsleitung und durch Sie toleriert?
  •   Werden in Ihren Betrieben regelmäßig Trächtigkeitsuntersuchungen durchgeführt? Und werden krankheitsbedingte Abgänge vor der Verbringung zur Schlachtung kontrolliert?
Antworten und Anregungen senden Tierärzte bitte an sign@haw-hamburg.de

In den letzten Jahren liefen intensive wissenschaftliche Studien über die Häufigkeit der Schlachtung gravider landwirtschaftlicher Nutztiere. Darauf aufbauend soll zunächst in dem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) geförderten Forschungsprojekt „SiGN“ bundesweit die Häufigkeit und das Trächtigkeitsstadium der geschlachteten Nutztiere (Rind, Schwein, Pferd, kleine Wiederkäuer) erfasst werden. Darüber hinaus sollen die Gründe für die Abgabe trächtiger Tiere in kooperierenden Herkunftsbetrieben ermittelt werden. Das Projekt zielt darauf ab, eine Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen und final Handlungs- und Maßnahmeempfehlungen zu veröffentlichen, um Alternativen zu dieser Praxis aufzuzeigen und die Schlachtung gravider Nutztiere zu reduzieren.

http://www.ls.haw-hamburg.de/~SiGN/

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