Arzneimittel

Verlängerte Wartezeiten für Gentamicin

Spritzen
Aufgrund einer Anreicherung von Gentamicin in Leber, Nieren und an der Injektionsstelle sind wiederholte Behandlungen während der Wartezeit zu vermeiden. Foto: Jörg Brinckheger/pixelio.de

Die Wartezeiten bei Gentamicin-haltigen Injektionslösungen, die zur Anwendung bei Rindern und Schweinen bestimmt sich, wurden mit Entscheidung der Europäischen Kommission neu festgelegt.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) teilte mit, dass die Rückstandsdaten von Gentamicin-haltigen Injektionslösungen für Rinder und Schweine vom Ausschuss für Tierarzneimittel (CVMP) geprüft und harmonisierte Wartezeiten für Rinder (essbare Gewebe und Milch) und Schweine empfohlen worden sind. Diese Wartezeiten wurden mit Entscheidung der Europäischen Kommission C (2017) 1494 bestätigt und verbindlich festgelegt. Außerdem entfällt die subkutane Anwendung bei Rindern und Schweinen.

Von der Kommissionsentscheidung sind alle Gentamicin-haltigen Injektionslösungen, die zur Anwendung bei Rindern und Schweinen bestimmt sind, betroffen. Es handelt sich derzeit um folgende Präparate: Genta 100 mg/ml, Genta 5%, Gentacin, Gentafromm, Gentamicin 50, Genta-Sulfat 81, Vepha-Gent forte, Vetogent Inj. Abhängig von der Dosierung und Anwendungsdauer wurden die Wartezeiten für essbare Gewebe vom Rind auf 192 Tage oder 214 Tage heraufgesetzt, auf 7 Tage für Milch und auf 146 Tage für essbare Gewebe vom Schwein. Für detaillierte Informationen werden Anwender gebeten, sich an den Zulassungsinhaber bzw. den Vertreiber zu wenden. Sofern noch Altbestände mit nicht aktualisierten Wartezeiten in Verkehr sind, sollten Tierärzte sich bewusst sein, dass diese Wartezeiten keine Gültigkeit mehr besitzen.

Quelle: BVL

Foto: Jörg Brinckheger/pixelio.de

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