Tierschutz

2 Bundesratsinitiativen für Tierschutz

B_Otte-Kinast
Bislang sieht das deutsche Recht nicht vor, dass in der TBA angelieferte Tiere auf Verstöße gegen das Tierschutzrecht untersucht werden können. Ministerin Otte-Kinast möchte das ändern. Foto: www.ml.niedersachsen.de

Sowohl den routinemäßigen Tierschutzkontrollen in Verarbeitungsbetrieben für Tierische Nebenprodukte (VTN) als auch der Einführung von Videoüberwachung in Schlachthöfen stimmte der Bundesrat zu.

Damit verzeichnet Niedersachen einen weiteren Erfolg in Sachen Tierschutz, denn Ministerin Otte-Kinast hatte die Entschließungsanträge eingebracht.

Die Kontrollen der Tierkörperbeseitigungsanlagen (TBA = VTN) sollen eventuelle Verstöße gegen das Tierschutzrecht aufdecken und ahnden. Dazu sei aus Sicht Niedersachsens auch eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Tiere erforderlich. Bislang werden Schweine mit der Ohrmarke des Ferkelerzeugers gekennzeichnet und können bei Anlieferung von einem Mastbetrieb nicht bis zum letzten Tierhalter zurückverfolgt werden. Dies müsse sich auch bei Kadavern dringend ändern.

Ministerin Otte-Kinast und hatte die Studie von Prof. E. große Beilage der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover von November 2017 (vet-consult berichtete) zum Anlass genommen, sich für regelmäßige Kontrollen in VTN einzusetzen. Bei mehr als zehn Prozent der angelieferten Tierkörper deuteten festgestellte Veränderungen darauf hin, dass die betroffenen Tiere vor ihrem Tod länger anhaltenden Schmerzen und Leiden ausgesetzt waren.

Nach der Beratung in den Ausschüssen erfolgt nun die Abstimmung über die Aufforderung an den Bund, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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