Afrikanische Schweinepest

ASP-Zaun in Mecklenburg-Vorpommern

Die Dänen bauen einen Zaun auf der Grenze zu Deutschland.

Nachdem Dänemark jetzt einen Zaun auf die bisher unsichtbare Grenze zu Deutschland gesetzt hat, folgt jetzt auch Mecklenburg-Vorpommern.

Ein Zaun zur Eindämmung der ASP wird am Donnerstag dieser Woche auch im mecklenburg-vorpommerschen Bahlenhüschen auf Geheißvon Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus errichtet. Hierbei handelt es sich allerdings um einen elektrischen Litzenzaun, der im Falle eines Ausbruchs das Infektionsgebiet absperren und die Wildschweine am Abwandern hindern soll. Dem Schweriner Agrarressort zufolge wird er eine Länge von 50 km erreichen und als Teilabschnitt von Mitarbeitern des Landesforstes und dem Minister probeweise bei einem Pressetermin aufgebaut.

In Nordrhein-Westfalen hat das Landwirtschaftsministerium vergangene Woche einen Rahmenvertrag mit dem privaten Dienstleister Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft mbH (WSVG) abgeschlossen, um im Seuchenfall den Wildschweinebestand schlagkräftig regulieren zu können. Die WSVG wurde vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV), dem Rheinischen Landwirtschaftsverband (RLV), der Landwirtschaftskammer, dem Landesjagverband sowie den Raiffeisengenossenschaften gegründet. Sie soll im Ausbruchsfall die betroffenen Kommunen als weisungsgebundener Dienstleister unterstützen und - bis auf die Entnahme der Wildschweine - vor Ort alle notwendigen Arbeiten erledigen. Dies umfasst etwa die Absperrung einer Kernzone sowie die intensive Suche nach verendeten Wildschweinen und deren Bergung. Für den Staatssekretär im Düsseldorfer Agrarressort, Dr. Heinrich Bottermann, ist mit der WSVG „eine schlagkräftige, effektive und landesweit einheitliche Institution zur Bekämpfung der ASP“ geschaffen worden. Zudem wird das Land auch 2019 die Untersuchungskosten auf Trichinen für in Nordrhein-Westfalen erlegte Wildschweine übernehmen.

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