ASP-resistente Schweine gezüchtet?

Labor
Foto: Sus

Die afrikanische Schweinepest breitet sich von Osteuropa stetig weiter nach Westen hin aus. In Großbritannien haben Wissenschaftler nun mit Hilfe von Warzenschweingenen womöglich genetisch gegen das Virus resistente Schweine gezüchtet.

Die Ferkel, die auf einer isolierten Farm bei Edinburgh (Schottland) geboren werden, weisen eine Genmutation auf, die sie weniger anfällig für die Krankheit machen soll.
Mit molekularen Scheren wird das Genom der Schweine an der eigens vorher ausgesuchten Stelle geschnitten. Der natürliche Reparationsmechanismus der Zelle, der immer wieder die Gene kontrolliert, bemerkt diesen Fehler und behebt ihn. Er korrigiert ihn dabei allerdings nicht makellos, sondern hinterlässt einen kleinen Defekt - dieser führt dazu, dass das nun fehlerhafte Immungen weniger aktiv ist. So reagiert das Immunsystem der Schweine bei einer Infektion mit der ASP schwächer als normal, was der selbe Fall ist wie beim Warzenschwein: “Warthogs still get infected, they just don't drop dead”, so Simon Lillico, einer der Wissenschaftler (“Warzenschweine infizieren sich immer noch, aber sterben nicht”). Da die überschießende Reaktion des Immunsystems der Hauptgrund für die Mortalität der Hausschweine sei, könne dies der Weg zu verminderter Krankheitsanfäligkeit sein – es sei nun vielmehr eine rechtliche Frage als eine technische, wie Professor Bruce Whiteslaw, Lehrstuhlinhaber für Biologie an der Universität von Edinburgh, betont.


Auch Tiere mit einer direkten, in die Zelle eingeschleusten Kopie des Warzenschweingens wurden bereits geboren, von denen drei bereits in einem Zuchtprogramm sind.
Bei Landwirten stieß die neue Genlinie auf Zustimmung, denn anders als Größe und Fruchtbarkeit sind Krankheitsresistenzen nicht mit klassischen Methoden zu züchten.
Die Zukunftsfähigkeit der Mutation wird momentan in einer Studie von zwölf genetisch veränderten und zwölf natürlichen Schweinen, die dem Virus ausgesetzt werden, getestet.

Wo in Europa ist die ASP bereits aufgetreten?

Quelle:
www.pigprogress.net




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