Tierseuche

Afrikanische Schweinepest in Russland

Russische Fahne
Foto: Russische Flagge, Andreas Hermsdorf, pixelio.de

In Russland grassiert die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiter. Wie der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) in Moskau berichtete, wurden in diesem Jahr bis Mitte Juli insgesamt 25 Ausbrüche dieser Krankheit in Schweinebeständen registriert.

Bei einem dieser Ausbrüche handelte es sich um den grössten Fall in der Tierseuchengeschichte Russlands. Dabei waren in der Region Sawolshskij 155'500 Schweine betroffen. Medienberichten zufolge erwägt die Regierung, die landesweit insgesamt rund 4,5 Millionen Schweine, die in kleineren Höfen gehalten werden, zu „beschlagnahmen“.

Veterinärexperten warnten unterdessen vor den „verheerenden“ Folgen für den russischen Schweinefleischsektor, sollte der Virus in die Region Belgorod vordringen, da dort die meisten grossen Schweinezuchtbetriebe Russlands ansässig sind.

In der Ukraine sind seit Anfang dieses Jahres laut Rosselkhoznadzor 13 Fälle von ASF in Betrieben mit Schweinehaltung verzeichnet worden. Zuletzt traf es dabei einen Hof mit etwa 530 Schweinen in der Region Tscherkassy. Nach Einschätzung der Moskauer Behörde ist die Gefahr einer weiteren grenzüberschreitenden Ausbreitung der ASP sehr hoch, da beispielsweise ein Grossteil der Schweine in Moldawien und Rumänien in privaten Höfen ohne wirkungsvollen Tierseuchenschutz gehalten werden.

Quelle: Schweizer Bauer

Foto: Andreas Hermsdorf, www.pixelio.de

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