Antibiotika-Kontrolle: Jetzt aktiv werden!

Ferkelaufzucht
Quelle: SUS

Schweinehalter sollten auf Grundlage der Einstufung durch das BVL in ihrem Betrieb die erforderlichen Maßnahmen zur Antibiotika-Reduktion umsetzen.

In Sachen Antibiotika-Kontrolle wird es ernst. So hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im April erstmals die Kennzahlen zur Therapie-Häufigkeit veröffentlicht. Die Tierhalter mussten dann selbst aktiv werden. Es galt die betriebsindividuellen Werte mit den bundesweiten Kennzahlen zu vergleichen und das Ergebnis bis Ende Mai in den Betriebsunterlagen zu notieren. Dabei gibt es drei Gruppen:

  • Bei einer Therapie-Häufigkeit unter der Kennzahl 1 ist alles in Ordnung. Bis auf die weitere Meldung der antibiotischen Anwendungen muss der Landwirt keine Maßnahmen ergreifen.
  • Liegt der Betrieb zwischen Kennzahl 1 und 2, ist mit dem Hoftierarzt der überdurchschnittliche Antibiotikaverbrauch zu analysieren und Reduktionsmöglichkeiten zu nutzen.
  • Kritisch wird es bei Überschreitung der Kennzahl 2. Hier muss der Landwirt mit dem Hoftierarzt einen Maßnahmenplan zur Einsparung von Antibiotika erarbeiten. Dieser ist bis Ende Juli der zuständigen Behörde vorzulegen.
Für beide letztgenannten Gruppen besteht also Handlungsbedarf, weniger Antibiotika einzusetzen. (SUS)

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