Schweinehaltung

Bundeseinheitliche Regelung für Kastenstände erwünscht

Kastenstand
Foto: SUS

Bund und Länder wollen bei der Umsetzung des "Magdeburger Urteils" zur Haltung von Sauen im Kastenstand einheitlich vorgehen. Darauf haben sich die Amtschefs der Agrarministerien der Länder und des Bundes in Berlin geeinigt.

Anpassung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung

Nach Angaben ihres Schweriner Staatssekretärs aus dem Landwirtschaftsministerium Dr. Jürgen Buchwald haben sich die Amtschefs einvernehmlich für die unverzügliche Anpassung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung ausgesprochen, um bei Neu- und Umbauten die Sauenhaltung nur noch in Gruppen zuzulassen und dabei dem dänischen Modell folgend die Fixierung in Kastenständen auf wenige Tage um den Zeitpunkt der Rausche zu minimieren. Dazu würden in einer länderoffenen Arbeitsgruppe die notwendigen Anpassungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung beraten. Eine Arbeitsgruppe der Länder soll zeitnah konkrete Vorschläge erarbeiten, meldet AgraEurope. 

Die Interessensgemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. (ISN) befürwortet eine bundeseinheitliche Regelung mit Rechtssicherheit. Für die Beratungen müssen dringend Landwirte einbezogen werden und für umsetzbare Übergangsfristen gesorgt werden, denn eine solche Gruppenhaltung nach dem Absetzen sei mit weitreichenden Eingriffen in Stallbauten und Betriebsabläufe verbunden. In Dänemark ist eine Übergangsfrist von 20 Jahren angesetzt.

Quelle: AgE, ISN

Weiterführende Informationen, über die vet-consult berichtete:

Urteil zu Kastenständen wird teuer, 28.11.16

Agrarminister planen Verbot von Kastenständen, 23.09.16

Gerichtsurteil zu Kastenständen von Sauen, 27.11.15

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