Englische Schlachthöfe künftig videoüberwacht

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Das britische Landwirtschaftsministerium will die Schlachthöfe konsequent überwachen. Foto: Heil

Großbritannien will sich als Vorreiter in Sachen Tierwohl in Stellung bringen. Das englische Landwirtschaftsministerium hat verkündet, alle Schlachthöfe würden künftig videoüberwacht werden. Die in den Schlachthöfen tätigen Amtstierärzte sollen demnächst vollen Zugriff auf sämtliches Video-Material haben.

Die größte Tierschutzvereinigung Großbritanniens, Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA), fordert in diesem Zusammenhang, dass die Kameras in allen Bereichen auf Schlachthöfen installiert werden und dass das Material mindestens drei Monate gespeichert und auch für andere zugänglich gemacht wird. Die Beratungsgespräche zur Kameraüberwachung dauern noch bis Ende September an.
Die neuen Regelungen sollen den hohen Standard in britischen Schlachthäusern untermauern und das Vertrauen der Verbraucher in die Fleischerzeugung stärken. Denn zuletzt sorgten heimlich aufgenommene Videos von Tierschützern für Aufsehen, die teils tierschutzwidrige Haltungsbedingungen auf landwirtschaftlichen Betrieben und in Schlachthöfen zeigten.

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