ISN startet Ramschpreis-Radar

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Foto: ISN

Die ISN will gegen die Tiefpreise bei Schweinefleisch ein Zeichen setzen. Die krassensten Beispiele von Sonderangeboten sollen veröffentlicht werden.

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands – ISN fordert dazu auf, Sonderangebote für Fleisch zu fotografieren und die Bilder an die die Geschäftsstelle in Damme zu schicken. „Wenn Sie neue Tiefpreise von 40 bis 50 Prozent oder mehr sehen, melden Sie diese an unseren Ramschpreis-Radar“, heißt es auf der Internetseite der Organisation. Egal ob konventionell, Bio oder aus deutscher Herkunft – der Einzelhandel kenne beim Preis für Schweinefleisch scheinbar nur noch eine Richtung - nach unten, kritisiert die ISN.
Selbst Handelsmarken und Bio-Erzeugnisse würden um bis zu 50 Prozent im Preis gesenkt. „Dies ist ein Schlag ins Gesicht für alle Landwirte, die trotz der anhaltenden Preiskrise bereitwillig über moderne Haltungsmethoden nachdenken, und vielfach vergeblich auf eine Ausgleichszahlung ihrer freiwilligen Tierwohl-Maßnahmen warten“, meint die Interessenvertretung der Schweinehalter.
Namentlich kritisiert wird der zur Edeka-Gruppe gehörendende Discounter Netto, der in der vergangenen Woche Hackfleisch für 1,99 €/kg angeboten habe. Zwar sei eine Absatzförderung des Einzelhandels im Sinne von normalen Angebotspreisen und Nachlässen besonders beim derzeitigen Überangebot an Schweinefleisch sinnvoll und hilfreich. „Wo aber bleibt bitteschön das Maß?“, fragt die ISN. Qualitätsmerkmale für Regionalität und Nachhaltigkeit scheinen trotz anderslautender Werbung zumindest beim Fleisch derzeit wenig angesagt zu sein. 

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