Tierseuchen

Krisenhandbuch Afrikanische Schweinepest

Kuh und Schwein
Für Milchvieh- und Schweinehaltende Betriebe sind spezielle Biosicherheitsmaßnahmen für den Seuchenfall erforderlich, damit Tankwagenfahrer trotzdem die Milch abholen können. Foto: Georg Haberecht, pixelio.de

Im Krisenfall helfen zuvor erarbeitete Krisenpläne und Konzepte für einen möglichst reibungslosen Ablauf bis zur Wiederherstellung der Seuchenfreiheit. Für den Fall eines Ausbruchs der ASP wurden Muster-Krisenpläne in verschiedenen Arbeitsgruppen erarbeitet.

Das Krisenhandbuch ASP wendet sich maßgeblich an Schweinehalter. Neben der Darstellung möglicher Seuchenpräventionsmaßnahmen werden insbesondere die verschiedenen Seuchenszenarien in Abhängigkeit der Lage der Schweinehaltung im bzw. zum Restriktionsgebiet aufgezeigt. Durch die gezielte Einordnung des eigenen Tierbestandes sowie der Nutzung der Checkliste „Schweinehaltung im gefährdeten Gebiet – Was ist zu tun?“ und der bereitgestellten Muster-Anträge soll das Handbuch dem Tierhalter eine zielführende Vorgehensweise im Tierseuchenfall ermöglichen.

Ebenso stehen für Schlachtbetriebe, Tier-Warentransporte, Sammelstellen und Berater stehen Krisenpläne zur Verfügung. Auch für Gemischtbetriebe, die sowohl Schweine als auch Rinder, bzw. Milchkühe halten, wurden Pläne erarbeitet. Da die Afrikanische Schweinepest eine Viruserkrankung von Haus- und Wildschweinen ist, die weder auf Rinder noch auf den Menschen übertragbar ist, besteht keine Verbrauchergefährdung! Gemischtbetriebe sollten allerdings im Vorfeld mit der zuständigen Veterinärbehörde klären, ob der Hausschweinebestand ausreichend räumlich vom Bereich der Milchabholung abgetrennt ist, so dass durch den Zutritt Dritter (Tankwagenfahrer) eine mögliche Übertragung auf den  Hausschweinebestand auszuschließen ist.

Quelle: LAVES Niedersachsen

Foto: Georg Haberecht, pixelio.de

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