Tierseuchen

Osteuropa: ASP erreicht Slowakei

ASP in Europa
ASP im Baltikum, in Belgien, Bulgarien, Polen, Rumänien, der Ukraine und Ungarn 2019, Stand 30.07.2019, 09:50 Uhr, Grafik: FLI

In der Slowakei ist erstmals ein Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Hausschweinen nachgewiesen worden. Damit ist die anzeigepflichtige Tierseuche jetzt in 10 Ländern der Europäischen Union ausgebrochen.

Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilte, ist ein Kleinstbetrieb mit vier Schweinen in Strážne im Kreis Kosice betroffen. Dieser liegt im Osten des Landes an der ungarischen Grenze; auch die Ukraine ist nur wenige Kilometer entfernt.

Nach Angaben des Tierseuchenmeldesystems (ADNS) hat es in der Europäischen Union einschließlich der Ukraine von Januar bis einschließlich 30. Juli insgesamt 664 ASP-Ausbrüche in Hausschweinebeständen gegeben, hinzu kommen 3 641 Fälle bei Wildschweinen. Bei den Nutzschweinen ist Rumänien mit 570 ASP-Nachweisen am stärksten betroffen, dort kommen derzeit wöchentlich neue Fälle hinzu. Das trifft in abgeschwächter Form auch auf Polen und Bulgarien zu, wo es bisher in 30 beziehungsweise 23 Schweinehaltungen zu Ausbrüchen der Tierkrankheit kam. Im slowakischen Nachbarland Ungarn gab es 2019 dagegen bisher keinen bestätigten ASP-Fall bei Nutzschweinen, dafür aber in zunehmender Zahl Nachweise bei Wildschweinen, die sich bis dato auf 786 Fälle belaufen.

Weitere ASP-Hintergrundinformationen und wöchentlich aktualisierte Fallzahlenfinden stellt das Friedrich-Löffler-Institit (FLI) zur Verfügung.

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