Tierseuchen

Polen: 729 km Zaun gegen Afrikanische Schweinepest

Wildschwein
Ein Grenzzaun soll die Ausbreitung der anzeigepflichtigen Tierseuche durch Wildschweine eindämmen. Foto: Weise

Polen will einen 729 km langen Zaun an der Grenze zur Ukraine und zu Weißrussland bauen. So soll verhindert werden, dass mit ASP infizierte Wildschweine über die Grenze kommen.

Diese Maßnahme wird im Rahmen des Kampfes gegen die afrikanische Schweinepest (ASP) getroffen, teilte die stellvertretende Landwirtschaftsministerin Ewa Lech mit. Nach vorläufigen Schätzungen wird der Zaun knapp 24 Mio. Euro kosten.

In Polen kommt das ASP-Geschehen nicht zur Ruhe. Zuletzt war ein Betrieb im Nordosten des Landes mit mehr als 1.000 Tieren betroffen, der 15. Fall seit Jahresbeginn. Bei Wildschweinen sind seit 1.1.2017 insgesamt 201 ASP-Fälle gemeldet worden. Auch im Nachbarland Tschechien ist man sehr besorgt. Am 27. Juni wurde der erste Ausbruch der ASP bei Wildschweinen beim Internationalen Tierseuchenamt (OIE) gemeldet. Inzwischen sind 10 Fälle bekannt.

Die Nachrichten um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Polen und Tschechien waren zuletzt Anlass zum erneuten Appell an alle deutschen Schweinehalter, bei den nötigen Vorsorge- und Hygienemaßnahmen zum Schutz vor der Seuche auf den Betrieben nicht nachzulassen. Auch über Transportfahrzeuge aus den betroffenen Regionen und über Fleischprodukte infizierter Schweine kann das Virus weiter verbreitet werden.  

Quelle: SUS online

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