Tierseuchen

Polen: ASP bei Wild- und Hausschweinen

Schwein
Foto: seedo, pixelio.de

In unsererm Nachbarland weiten sich Fälle der Afrikanischen Schweinepest aus. Weitere an der Tierseuche verendete Wildschweine wurden gefunden und 8000 Hausschweine wurden gekeult.

Nach Angaben der obersten Veterinärbehörde wurden über den Monatswechsel weitere 40 Fälle der Seuche bei Wildschweinen bestätigt, die Hälfte davon in der Wojewodschaft Masowien. Weitere Infektionen sind in der benachbarten Wojewodschaft Lublin registriert worden. Das Seuchengebiet hat sich mit einem ASP-Fall im Landkreis Płońsk in Masowien erneut ausgebreitet.

Unterdessen sind nach dem ASP-Ausbruch in einem Sauenbetrieb mit 8000 Tieren nahe der Stadt Bielsk Podlaskie in der Wojewodschaft Podlachien alle Schweine in dem betroffenen Betrieb gekeult und rund um die Anlage mehrere Sperrkreise errichtet worden, um eine Ausbreitung der Seuche möglichst zu unterbinden. Gleichzeitig wurde im Umkreis mit einer intensiven Bejagung des dortigen Wildschweinbestands begonnen. Untersuchungen des Sauenbetriebes haben laut den Amtsveterinären bislang keine Anzeichen für Fehler seitens des Betreibers ergeben. Auch entspreche die Anlage sämtlichen Vorschriften für die Biosicherheit. Deshalb werde nun untersucht, ob das Virus möglicherweise über kontaminierte Kleidung in den Stall verschleppt worden sei.

Der aktuelle Seuchenausbruch in dem Unternehmen war bis dahin der dritte Fall in einer polnischen Schweinehaltung in diesem Jahr und zugleich der bisher größte seit dem ersten Auftreten der ASP im Land im Jahr 2014. In der vergangenen Woche wurde ein vierter ASP-Fall bei Hausschweinen bestätigt. Dabei soll es sich jedoch um eine private Haltung mit lediglich zwei Tieren im Landkreis Krasnystaw in der Wojewodschaft Lublin handeln.

Quelle: AgE

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