Tierseuchen

Polnischer "Megazaun" ineffektiv

Grenzzaun
An der polnischen Ostgrenze soll nun doch kein langer Zaun zum Schutz vor einwandernden Wildschweinen gebaut werden, die möglicherweise mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert sind. Foto: nafas, pixelio.de

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hält die Errichtung eines sehr langen Zaunes im Kampf gegen die ASP für wenig wirksam und effektiv. Daher wird dieser an der polnischen Ostgrenze doch nicht gebaut.

Nach Einschätzung der EFSA können Zäune in kurzen Abschnitten durchaus die Bewegung von Wildschweinen an einem bestimmten Ort wirksam verhindern und sind auch für kleine Fallen geeignet, in die Wildschweine gelenkt und getötet werden. Die ursprünglich für den Zaun vorgesehenen Mittel sollen nun für die Verbesserung der Biosicherheit in landwirtschaftlichen Betrieben verwendet werden, so das polnische Landwirtschaftsministerium.

Unterdessen fordert der EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis von Rumänien weitergehende Maßnahmen gegen die dort grassierende Afrikanische Schweinepest (ASP). Dies sei vor dem Hintergrund von mehr als 250 ASP-Ausbrüchen im rumänischen Donaudelta allein in den vergangenen Tagen von größter Wichtigkeit. Er appellierte an die rumänische Delegation, amtliche Stellen sektorenübergreifend einzubinden, um die Durchsetzung veterinärmedizinischer Maßnahmen sicherzustellen. Zudem forderte er Rumänien auf, die vielen Kleinbetriebe stärker kontrollieren zu lassen. Darüber hinaus müsse Bukarest ein besonderes Augenmerk auf mögliche illegale Vermarktungswege für Schweine und Schweinefleisch aus Drittstaaten wie der Ukraine und Moldawien richten.

Hierzulande warnen der Rheinische Landwirtschaftsverband und der Thüringer Bauernverband Urlauber vor dem Mitbringen von tierischen Lebensmitteln und Jagdtrophäen, mit denen das Virus der ASP nach Deutschland eingeschleppt werden könne.

Quelle: AgE

Foto: nafas, pixelio.de

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