Tierseuchen

Rekordhoch: 42% mehr Wildschweine erlegt

Pressegrafik DJV
Noch nie haben Jäger in einem Jahr so viele Wildschweine erlegt. Grafik: DJV

In der Saison 2017/18 haben Jäger in Deutschland 836.865 Wildschweine erlegt und somit einen erheblichen Teil zur Seuchenprävention der Afrikanischen Schweinepest beigetragen.

Wie der Deutsche Jagdverband (DJV) mitteilte, wurden 42% mehr Wildschweine als im Vorjahr erlegt und somit die höchste, jemals erzielte Strecke erreicht. Bei durchschnittlich 20 Stunden Einsatz pro erlegtem Tier haben Deutschlands Jäger im vergangenen Jagdjahr mindestens 16,7 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit zur Bestandsreduktion geleistet. Das entspricht bei Mindestlohn einer monetären Leistung von knapp 148 Millionen Euro.

DJV fordert mehr Biosicherheit im Verkehr

Leben weniger Schweine pro Fläche, breitet sich das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) langsamer aus, die natürliche Rate liegt bei 20 Kilometer pro Jahr. Hingegen verbreiten Menschen das ASP-Virus nachweislich innerhalb kürzester Zeit über hunderte Kilometer. Um eine Verbreitung der Tierseuche nach Deutschland möglichst zu verhindern, ist laut DJV mehr Biosicherheit an Bahnhöfen, Parkplätzen und Grenzübergängen notwendig. Dazu gehörten verschließbare Abfallbehälter an Rastplätzen, wildschweinsichere Zäunungen und Aufklärung von Reisenden. 

In der kommenden Jagdsaison wird aufgrund der anhaltenden Frostperiode im März 2018, die viele Frischlinge nicht überlebt haben, mit einer geringer ausfallenden Jagdstrecke gerechnet.

Inzwischen breitet sich die Afrikanische Schweinepest von Belgien in Richtung französische Grenze aus. Das Virus hat die ursprünglich in Belgien errichtete und durch einen Elektrozaum umschlossene Zone verlassen. Hier war versucht worden, durch verschiedenste Überwachungsmaßnahmen und eine intensive Bejagung von Wildschweinen, das ASP-Virus zu kontrollieren.

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