Roggen beeinflusst Tierwohl

Schweine im Stroh

In der Fütterung von Mastschweinen könnte Roggen eine wichtigere Rolle spielen. Eine Feldstudie ergaben positive Wirkungen auf das Tierwohl.

Ein Anteil von 40 Prozent Roggen in der Endmastphase  von Schweinen hat im Vergleich zu üblichen Rationen auf Mais-, Triticale- oder Weizenbasis positive Wirkungen gezeigt, berichtet die KWS Saat SE. Besonders in der Ebermast habe sich eine deutliche Beruhigung der Tiere gezeigt und gleichzeitig eine Abnahme oder Vermeidung des durch die Substanz Skatol induzierten Ebergeruchs. Auch sei bei Mastschweinen eine  Reduktion der Salmonellenbelastung um 30 Prozent nachgewiesen worden.

Praxisstudie mit 45.000 Mastschweinen

Grundlage der Ergebnisse ist eine Feldstudie der genossenschaftlichen Viehvermarktung Walsrode eG in Kooperation mit KWS unter dem Titel "Tiergerechte Fütterung und die Bedeutung ballaststoffreicher Getreide". Die Praxisstudie beinhalte 18 Betriebe, in denen während der Testphase mehr als 45.000 Mastschweine bei einem Roggenanteil von 40 Prozent in der Endmastphase gefüttert wurden, heißt es in der Mitteilung.

Als Grund für die Wirkungen wird der in den Roggenrationen vorhandene hohe Anteil an Ballaststoffen genannt. Dabei spiele insbesondere der hohe Gehalt an Fruktanen die entscheidende Rolle. Dieser ist im Roggen im Vergleich zu anderen Getreidearten etwas doppelt so hoch. Die Studie werde über den Sommer 2019 weiter geführt und soll Ergebnisse von mehr als 100.000 Mastschweinen auswerten.

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