Schweinepest in Masuren (Polen) entdeckt

Schweine verladen
Foto: Heil

Früher als befürchtet kehrt die Schweinepest in polnische Nutztierbestände zurück. Unverändert hoch ist der Druck durch infizierte Wildschweine.

Die staatliche Veterinärverwaltung meldet für dieses Jahr in Polen den ersten Ausbruch von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in einem kleinen kommerziellen Bestand. Es handelt sich um einen Stall mit 67 Schweinen, der sich im Nordosten der Woiwodschaft Ermland-Masuren nahe der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad sowie auch nicht weit entfernt von Litauen befindet. Das Gebiet weist eine hohe Zahl von ASP-Fällen in der Wildschweinpopulation auf. Auch in anderen Teilen Polens wütet nach wie vor die ASP unter Wildschweinen. Die Veterinärverwaltung hat in diesem Jahr bis 24. Januar landesweit 163 neue Fälle bekanntgegeben.

Noch längst kein Ende der Schweinepest

Veterinäre in Polen hatten kürzlich davor gewarnt, die Bekämpfung der ASP als Erfolg zu verbuchen. Im September hatte der polnische Agrarminister nämlich bereits das Ende der Schweinepest ausgerufen, nachdem keine neuen Krankheitsfälle in Nutztierbeständen mehr aufgetreten waren. Die Fachleute weisen hingegen darauf hin, dass Infektionen bei Hausschweinen in den vergangenen Jahren immer vom Frühjahr bis zum Spätsommer ihren Höhepunkt hatten.

Im Jahr 2018 wurden in Polen 109 ASP-Ausbrüche in Nutzschweinebeständen bestätigt. Mehr als 25.000 Schweine wurden daraufhin getötet.

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