Tierärzte begrüßen gemeinsamen Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen

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Quelle: SUS

Die im Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) zusammengeschlossenen Veterinäre sehen Deutschland beim Kampf gegen multiresistente Keime auf einem guten Weg.

Mit der Neufassung der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2020) habe die Bundesrepublik eine Vorreiterrolle eingenommen, hob bpt-Präsident Dr. Hans-Joachim Götz im Vorfeld des G7-Gipfels im bayerischen Elmau hervor, bei dem die Antibiotikaresistenzen auf der Tagesordnung stehen.

„Die neu formulierten Ziele machen deutlich, dass wichtige Erkenntnisse aus den vergangenen Jahren in die DART 2020 eingeflossen sind“, erklärte Götz. Insbesondere die deutliche Stärkung des „One Health-Ansatzes“, also der stärkeren Zusammenarbeit von Tier- und Humanmedizinern, sei erfreulich. Die übliche Schuldzuweisung, nach der die bedenkliche Resistenzlage in der Humanmedizin eine Folge des Antibiotikaeinsatzes in der Tiermast sei, führe nämlich in die Irre, betonte der bpt-Präsident.

Positiv ist aus seiner Sicht auch, dass die in der Veterinärmedizin in den vergangenen Jahren unternommenen Anstrengungen zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes gewürdigt worden sind. Die praktizierenden Tierärzte in Deutschland leisteten einen maßgeblichen und vor allem deutlich über den europäischen Maßstäben liegenden Beitrag zur Transparenz beim Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung.

Mit der DART 2020 sei Deutschland auf dem richtigen Weg. „Die Inhalte müssen jetzt aber auch auf europäischer und internationaler Ebene konsequent vertreten werden“, fordert Götz. Das gelte vor allem für die Ausgestaltung des europäischen Tierarzneimittelrechts, aber auch für die Beratungen während des G7-Gipfels. Nachdem die Bundesregierung das Thema „Antimikrobielle Resistenzen“ selbst auf die Tagesordnung des Weltwirtschaftsgipfels gesetzt habe, müsse sich die Bundeskanzlerin nun auch auf globaler Ebene für den in Deutschland eingeschlagenen Weg einsetzen. (SUS)

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