Tierernährung

Zunehmend Magenulzera beim Schwein

Schwein pixelio.de
Es besteht ein Zusammenhang zwischen geringer Partikelgröße im Mischfuttermittel und einer steigenden Anzahl an Magengeschwüre beim Schwein. Foto: Uschi Dreiucker, pixelio.de

Immer mehr Schweine leiden an Magengeschwüren. Die Zusammenhänge mit der modernen Fütterung sind Teil einer Fortbildungsveranstaltung des Instituts für Tierernährung an der TiHo Hannover.

Magengeschwüre nehmen bei dänischen Schweinen zu. Veterinärmediziner des Dänischen Forschungszentrums „SEGES“ konnten insbesondere in den letzten sechs Monaten einen deutlichen Anstieg beobachten. Eine Ursache konnte bisher nicht ermittelt werden.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert findet sich in der veterinärmedizinischen und agrarwissenschaftlichen Fachliteratur eine Vielzahl von Publikationen, die sich mit dem Auftreten und der Verursachung von Magengeschwüren bei Schweinen beschäftigt.
Gleichzeitig sind Magengeschwüre und ihre Vorstufen bei Schweinen weit verbreitet. Untersuchungen britischer Wissenschaftler des Royal Veterinary College in Hatfield konnten am Schlachthof bei 79 Prozent der Schweinemägen pathologische Veränderungen feststellen. Ausgeprägte Magengeschwüre fanden sich bei sechs Prozent. Besonders häufig zeigten solche Schweine Magenveränderungen, die über Nacht auf dem Schlachthof auf die Schlachtung warten mussten. Die Wissenschaftler sehen hier einen direkten Zusammenhang mit dem langen Fasten der Tiere und zum Stress durch die ungewohnte Umgebung. Ein Magengeschwür kann in weniger als 24 Stunden entstehen. Schlachtbefunde müssen deshalb sorgfältig bewertet werden.

Quelle: animal-health-online.de

Die Fütterung von Schweinen steht im Fokus der Fortbildung "Tierernährung für Tierärzte" des Institutes für Tierernährung der Tierärztlichen Hochschule Hannover am 06.04.16 ab 9h. Das Tagesprogramm finden Sie hier: TiHo Hannover

Die Tagung ist von der ATF mit 7 Stunden anerkannt, zudem werden 7 Stunden zur Fortschreibung der Fortbildungspflicht gemäß § 7 (2) SchHaltHygV anerkannt.

Foto: Uschi Dreiucker, www.pixelio.de

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