bpt setzt auf Ende der chirurgischen Ferkelkastration

Messer
Der bpt sieht die Zukunft der Ferkelkastration in einem kompletten Verzicht der chirurgischen Kastration. Foto: Heil

Die Fachgruppe Schwein des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte (bpt) nimmt Stellung zum aktuellen Stand beim Thema Ferkelkastration.

Grundsätzlich sei die Fachgruppe Schwein des bpt derzeit zwar offen für alle fachlich fundierten Wege zur Abschaffung der betäubungslosen Kastration von Saugferkeln. Die langfristige Zukunft sehen die Experten jedoch in einem kompletten Verzicht der chirurgischen Ferkelkastration. Die Fachgruppe forderte in einer Stellungnahme nochmals deutlich stärkere Bemühungen aller Beteiligten, die Ebermast und Impfung gegen den Ebergeruch als nicht invasive Methoden voranzubringen: „Als fachliche Experten fordern wir von der Politik verstärkte Aufklärungsarbeit bezüglich der Methode der Impfung gegen den Ebergeruch, damit weitere Verunglimpfungen in Form von Falschaussagen bezüglich des Impfstoffes unterbleiben.“

Aufgrund des Tierärztemangels sei eine individuelle Durchführbarkeit der verschiedenen Narkoseformen durch Tierärzte im Nutztierbereich derzeit nicht möglich. Zudem verwies die Fachgruppe auf aktuell laufende Studien zu verschiedenen Narkosemethoden, deren Ergebnisse noch nicht vorliegen.

Laut Fachgruppe Schwein muss verhindert werden, dass die Ferkelproduktion ins Ausland abwandere, wo kein nationaler Einfluss mehr auf den Tierschutz bestehe. Die Fachgruppe Schwein begrüße daher eine Weiterentwicklung des Tierschutzes, unter Berücksichtigung der heimischen Ferkelproduktion und der aktuell wissenschaftlich belegten Standards. Ziel müsse es sein, die heimische Ferkelerzeugung zu stärken, um eine Produktion auf qualitativ hohem Niveau sowie hohen Tierschutzstandard sicherzustellen.

Quelle: top agrar

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