Tierärztliche Gebührenordnung

Notdienstgebühr gesetzlich verpflichtend

GOT Notdienstgebühr
Die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ist eine Pflicht.

Der Bundesrat hat der Einführung der Notdienstgebühr in die tierärztliche Gebührenordnung zugestimmt. Dabei hat die Ländervertretung die Beschlussvorlage der Bundesregierung geändert.

Wie wir-sind-tierarzt.de berichtet reichte dem Bundesrat die Formulierung der Bundesregierung "der Mehraufwand zu besonderen Zeiten darf berücksichtigt werden" nicht aus, sie wandelte das KANN in ein MUSS: "der Mehraufwand ist besonders zu berücksichtigen".

Begründung des Bundesrates: „’Nacht’, ‘Wochenende’ und ‘Feiertag’ sollten verpflichtend in die Bestimmung der Gebühr eingehen, um den Notdienst leistenden Tierarztpraxen und Kliniken eine abgesicherte rechtliche Grundlage für die erhöhte Notdienstgebühr an die Hand zu geben.“

Damit wird die Tierärzteschaft in der Diskussion mit kritischen Kunden gestärkt. Denn nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt wird die tierärztliche Leistung während der Notdienstzeiten teurer (vet-consult berichtete):

Der Kunde muss eine einmalige Notdienstgebühr von 59,90 Euro (GOT: 50,00 Euro ohne MwSt.) zahlen, wenn er nachts (= 18.00h - 8.00h), am Wochenende (freitags 18.00h bis montags 8.00h) oder an gesetzlichen Feiertagen (von 0.00h - 24.00h) eine tierärztliche Leistung benötigt. In den Notdienstzeiten ist der mindestens zweifache bis höchstens vierfache Satz der GOT zu berechnen. Ausgenommen sind reguläre Sprechzeiten an Abenden oder Samstagssprechstunden.

Die Notdienstgebühr war eingeführt worden, um den tierärztlichen Notdienst zu stärken, denn vielerorts waren Kliniken und Praxen aus Kostengründen und Problemen mit dem Arbeitszeitgesetz aus der Notdienstversorgung ausgestiegen.

Vet-consult Magazin

Vet-Consult E-Learning