Praxismanagement

Es ist okay, mal nicht okay zu sein!

Viele Tierärzte fühlen sich in ihren täglichen Kämpfen bei der Arbeit allein. Auf der Facebook-Seite des AABP erzählen sie ihre Geschichten und können damit Kollegen helfen, sich verstanden zu fühlen.

Ohio, September 2020: Tierärzte sind auch nur Menschen und der Alltag in der Tierarztpraxis ist nicht immer so romantisch wie sich mancher Großstädter vorstellt. Studierende, Anfangsassistenten, aber auch „erfahrene“ Tierärzte sind oft mental nicht gut darauf vorbereitet, wenn in der Praxis etwas schief geht, wie z. B. eine misslungene Geburtshilfe oder Operation oder Konflikte mit Kunden oder Mitarbeitern. "Das gehört aber zum Praxisalltag", sagt Dr. Liz Brock, leitendes Mitglied der American Association of Bovine Practitioners (AABP).
 „Wir sprechen normalerweise nicht gern darüber, wenn wir im Alltag Fehler machen. Doch das dauerhafte Verdrängen von Problemen kann aber krank machen.“
Dr. Liz Brock
Depressionen und Angstzustände werden größtenteils durch Situationen in der Praxis ausgelöst, die so richtig schief gelaufen sind oder die sich lange Zeit aufgestaut haben. Betroffene Tierärzte sind dann der Meinung, dass sie die einzigen sind, die innerlich kämpfen, aber das ist nicht so.
"Es ist gut zu wissen, dass Sie mit Ihren Gefühlen nicht allein sind, ist eine wirksame Möglichkeit, sich von ihnen zu lösen",
Dr. Liz Brock
Dies gab amerikanischen Tierärztin den Anstoß, eine Serie auf der AABP-Facebook-Seite „Humans of AABP“ zu starten. Der Zweck ist, dass Tierärzte ihre Geschichten über die schwierigen Teile des Praxisalltages miteinander teilen. „Einerseits, um uns gegenseitig unterstützen können, aber vor allem, damit die Tierärzte, die sich nicht zu Wort melden wissen, dass sie nicht allein sind", fügt Brock hinzu.
Die Humans of AABP-Reihe erzählt die wahren Geschichten von AABP-Mitgliedern während der schwierigen Phasen des Lebens in der Rinderpraxis. „Diese Arbeit ist hart und es ist okay, manchmal nicht okay zu sein", sagt Brock. „Als Organisation kann AABP Tierärzten helfen, indem es die persönlichen Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, normalisiert und eine Plattform bietet, um unsere Kollegen durch sie zu unterstützen. Schließlich sind wir alle nur Menschen. "
Sie finden die Serie auf der Facebook Seite vom AABP
 

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Tragen Sie sich jetzt ein und wir senden Ihnen automatisch weitere Artikel zu